Am 9. Mai 1950 schlug der damalige französische Außenminister Robert Schuman die Gründung einer Organisation vor, die als Europäische Kohle- und Stahlgemeinschaft Wirklichkeit werden sollte. Den Hintergrund seines Vorstoßes bildeten die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges. Durch die Zusammenlegung der Kohle- und Stahlproduktion sollte eine Situation geschaffen werden, in der jeder Krieg „nicht nur undenkbar, sondern materiell unmöglich“ sein würde.
In Jahr später wurde die Gemeinschaft von Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden offiziell ins Leben gerufen. Mittlerweile besteht die EU aus 25 Mitgliedstaaten und sie wird weiter wachsen. Ein europäischer Binnenmarkt für Waren und Dienstleistungen zementiert den Frieden auf dem europäischen Kontinent durch den Kitt der wirtschaftlichen Interdependenz.
Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments werden am 9. Mai 2005 60 Jahre Kriegsende und Frieden in Europa unter dem Vorsitz ihres Präsidenten Josep Borrell gedenken.



