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8. Januar 2009
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EU startet Einsatz der Friedenstruppe im Tschad [DE][en][fr

Erschienen: Mittwoch 13. Februar 2008   

Die Stationierung einer EU-Friedensmission in Darfur, im Osten des Tschads, ist am Dienstag (12. Februar 2008) wieder aufgenommen worden, nachdem das Vorhaben aufgrund schwerer Kämpfe in der Hauptstadt N’Djamena auf Eis gelegt worden war.

Der Einsatz wurde mit der Landung eines Flugzeuges mit Ausrüstung aufgenommen, so eine Stellungnahme von Eufor, der EU-Friedensmission. Weiter hieß es, in den kommenden Tagen würden weitere Entsendungen erfolgen.

Eufor hat bereits 150 Soldaten im Tschad stationiert. Weitere Entsendungen waren jedoch aufgrund schwerer Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen in der Hauptstadt N’Djamena sowie in weiten Teilen des Landes aufgeschoben worden (EurActiv vom 4. Februar 2008).

Die EU-Truppe wird insgesamt aus 3 700 Soldaten bestehen, darunter 2 100 französische Soldaten. Diese große Präsenz Frankreichs hat in einigen Mitgliedstaaten für Bedenken gesorgt, dass Eufor in dem Konflikt keine neutrale Macht sein werde, so die Nichtregierungsorganisation Human Rights Watch.

Seit seiner Unabhängigkeit von der französischen Kolonialherrschaft 1960 war die Lage des ölreichen Lands von Gewalt und Unruhen geprägt.

Der französische Außenminister Bernard Kouchner hat die Wiederaufnahme der EU-Mission begrüßt. Er hoffe, die Stationierung werde ‚in den kommenden Tagen, Wochen, bis Ende des Monate oder Anfang März’ abgeschlossen werden.

Unterdessen hat Human Rights Watch die EU aufgefordert, mit dem Einsatz zügig voran zu schreiten. Nirgendwo sonst sei Eufor dringender notwendig als in der Region um Guéréda im Osten des Tschad. Seit dem 10. Februar 2008 lebten dort sudanesische Flüchtlinge unter verheerenden Bedingungen, so Georgette Gagnon, stellvertretende Direktorin für Afrika bei Human Rights Watch. Die Europäische Union habe die Aufgabe, diese Flüchtlinge zu schützen, aber sie müsse ihre Truppen umgehend im Tschad stationieren.

Gagnon sagte, Eurfor sei eine europäische Truppe, die unter UN-Mandat stehe; sie sollte nicht Stellung beziehen. Die Entsendung von Truppen aus einer größeren Zahl an EU-Mitgliedstaaten werde Eufor die notwendige Unterstützung liefern, die sie benötige, um Zivilisten zu schützen.

Eufor wurde von dem UN-Sicherheitsrat beauftragt, Schutz für mehr als 400 000 sudanesische Flüchtlinge und Menschen aus dem östlichen Tschad selbst zu stellen.

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