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Universitäten müssen in der Lage sein, ihre Finanzen selbst zu verwalten, eigene Strategien zu entwickeln und selbst zu entscheiden, mit wem sie zusammenarbeiten, sonst würden sie sich niemals weiterentwickeln. Diesen Standpunkt vertritt die Vereinigung Europäischer Universitäten.
In einem Interview mit EurActiv.com sagte Lesley Wilson, der Generalsekretär der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), dass wenn man den Universitäten die Autonomie gebe, ihre Finanzen selbst zu verwalten, die Universitäten sich auch verantwortlich zeigen würden; solange die Universitäten jedoch nicht selbst entscheiden könnten, für was oder für welche Projekte sie Gelder verwenden, bestehe keine Möglichkeit, Veränderungen einzuleiten, zu modernisieren oder eigenen Missionen zu entwickeln.
Die EUA hält es für entscheidend, dass den Universitäten mehr Autonomie zugesprochen wird. Dies sei ein Problem, auf das man immer wieder zu sprechen komme. Ein weiteres wichtiges Thema sei das Problem der Finanzierung: die Vereinigung wünscht sich, dass es den Universitäten möglich sein soll, mehr Einnahmequellen aufzutun. Dies sei bisher in vielen Mitgliedstaaten nicht möglich.
Laut Wilson ist die Steigerung der Autonomie die Lösung für die Fragmentierung des europäischen Universitätssystems: hätten die Universitäten stärkere Steuerung, wären sie weniger zersplittert. Könnten Einrichtungen ihre eigenen Entscheidungen treffen sowie eigene Strategien entwickeln, würde dies zur gewünschten Vielseitigkeit der Universitäten führen.
Mehr Autonomie würde weiterhin möglicherweise dem Wissenstranfer zwischen Universitäten und Wirtschaft Auftrieb verleihen sowie die Aufmerksamkeit privater Finanzierung stärker auf sich ziehen.
Hinsichtlich des Bologna-Prozesses, dessen Ziel es ist, bis 2010 ein einheitliches europäisches Hochschulsystems zu schaffen, sagte Wilson, dass die Strukturen sowie die grundlegenden Mittel für die Schaffung eines solchen Systems bereits eingeführt worden seien, dass es jedoch noch einiger Menge Arbeit bedürfe, bis diese reibungslos funktionieren.
Die findet alle zwei Jahre statt. Inhalt der nächsten Bologna-Ministerkonferenz im Mai 2007 in London wird eine wichtige Bestandsaufnahme sein, da sich der Zeitrahmen (2010) dem Ende entgegen neigt.
Um das ganze Interview mit Lesley Wilson zu lesen, klicken sie bitte hier.