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24. November 2009
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Merkel und Gates für mehr Computer an Schulen [DE][en][fr

Erschienen: Freitag 25. Januar 2008   

Eine Ende den ‚veralteten Lehrbüchern’ und auf zu einer digitalen Revolution, nach der jeder Schüler seinen eigenen Computer bekommen sollte. Dies sind nicht die Worte eines Informatikers, sonders die der Bundeskanzlerin Angela Merkel.

In einer Redeexternal während des jährlichen, von Microsoft organisierten Government Leaders Forum – in diesem Jahr in Berlin – hat die Bundeskanzlerin die Innovationen, die das Internet und Computer mit sich bringen, mit dem Fall der Berliner Mauer verglichen: „Meiner festen Überzeugung nach sind die Tatsachen, dass ich heute bei Ihnen bin, dass wir keine Mauer mehr in Berlin haben, […] ein Produkt der Informationsgesellschaft beziehungsweise der Fähigkeit, Informationen auszutauschen“, so Merkel in vor dem Publikum der jährlichen Microsoft-Veranstaltung.

Die Kanzlerin sprach, nachdem Microsoft-Chef Bill Gates die neuesten Produkte des Unternehmens vorgestellt hatte, die in großem Umfang auf den Markt kommen werden. Der ‚Table PC’ ist ein kleiner Laptop, der speziell für Schüler konzipiert ist, und als Alternative zu Büchern, Schulheften und Stiften dienen soll.

Das Gerät, für das Microsoft die Software zur Verfügung stellt, wurde bereits in einigen Schulen weltweit eingeführt. Besonders in der spanischen Region Aragon ist es weit verbreitet. Das Pilotprojekt wurde dort bereits vor fast fünf Jahren ins Leben gerufen und  erfasst inzwischen viele Schulen der Region.

Mit diesem PC können Kinder während des Schulunterrichts eine Internetverbindung herstellen. Sie erlernen die Nutzung von Software für das Anfertigen ihrer Hausaufgaben. Im Alter von zehn Jahren sind sie daher bereits mit Schreib-, Präsentations- und Rechenprogrammen vertraut. 

Die Bundeskanzlerin begrüßte diese Innovationen; sie sagte, durch „die neue Art von Computern“ wird Lese- und Lernstoff „sehr viel billiger sein und wird sehr viel einfacher zu verbreiten sein“. 

In Deutschland wird darüber diskutiert, wie viel Schüler für Schulbücher zahlen sollten und ob diese von der Regierung bezuschusst werden. Merkel sagte, „diese Probleme können sich durch die neue Art von Computern sehr schnell erledigen“.

Die Kanzlerin und Bill Gates fanden eine ungewöhnliche Einigung in Bildungsfragen. Sie plauderten schließlich aus dem Nähkästchen: Bill Gates sagteexternal , seine Tochter gehe in eine ‚Tablet PC-Schule’; wenn sie mit ihren Hausaufgaben fertig sei, könne er die Ergebnisse sehen.

Merkel antworte: „Der Austausch zwischen Eltern und Schülern scheint auch einfacher zu werden. Ich weiß aber nicht, ob man es als Kind schätzt, wenn der Vater beim Abendessen mit dem Kind über die gelesenen Hausaufgaben in Verhandlung tritt. Ich bin mir nicht sicher, welche Auswirkungen das hat. Eigentlich soll man beim Abendbrot über etwas Schönes sprechen.“

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