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Pisa-Studie: Zehn EU-Länder schneiden im Bildungsbereich besser ab als USA

Veröffentlicht 08. Dezember 2004 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Aus der jüngsten PISA-Studie geht hervor, dass die Unterschiede zwischen den OECD-Ländern in den Schulleistungen größer werden. Finnland führt die Rangliste erneut an.

Finnland, das bei der letzten PISA-Studie (‚Programme for International Student Assessment') bereits in Führung lag, ist es gelungen, seine Spitzenposition weiter auszubauen. In der 2003 durchgeführten Studie, die die Lernfähigkeiten von 15-Jährigen in 41 Ländern untersuchte, liegt das Land sogar vor den führenden asiatischen Ländern Hong Kong, Japan und Korea.

Der Schwerpunkt der jüngsten Studie lag auf Mathematik sowie auf der Fähigkeit von Schülern, Modelle für lebensnahe Situationen zu entwickeln und umzusetzen. Ebenfalls untersucht wurden die Fähigkeit, Alltagsprobleme zu lösen, das Wissen der Schüler im Bereich der Naturwissenschaften und ihre Lesefähigkeit. In allen Bereichen behauptete oder verbesserte sich Finnland im Vergleich zu seiner Platzierung im Jahr 2000. Die Niederländer schafften es im Mathematikbereich unter die ersten Fünf.

Während wohlhabendere Länder in der Regel besser abschneiden als ärmere, geht aus dem Bericht ebenfalls hervor, dass Bildungsausgaben allein nicht automatisch zu besseren schulischen Leistungen führen. Vielen Ländern, wie Belgien, der Tschechischen Republik, Finnland und den Niederlanden, ist es gelungen, mit relativ niedrigen Budgets effiziente Bildungssysteme aufzubauen. Viele Länder, wie etwa die USA, die weit mehr für die Bildung ausgeben, schneiden schlechter ab.

Seit der letzten Studie, die im Jahr 2000 durchgeführt wurde, ist es einigen Ländern, darunter Belgien, der Tschechischen Republik, Deutschland und Polen, gelungen, ihre Platzierungen zu verbessern. Während die europäischen Länder im Allgemeinen um oder über dem OECD-Durchschnitt liegen (mit Ausnahme Griechenlands, Italiens, Portugals und Lettlands), lagen die Leistungen in den USA in der Mathematik, bei der Lösung von Alltagsproblemen unter dem Durchschnitt. Die Ergebnisse in der Lesefähigkeit und den Naturwissenschaften waren immerhin durchschnittlich.

Der Bericht deutet daraufhin, dass ein enger Zusammenhang zwischen der Qualität der Bildungssysteme und der Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskapazität der einzelnen Länder besteht.     (siehe  EurActiv 15 Oktober 2004).

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