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"Die Wirtschaft vertraut den Universitäten nicht" [DE]

Veröffentlicht 18. Oktober 2006 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Es gäbe historische Gründe dafür, dass sich die Kluft zwischen der akademischen und industriellen Gemeinschaft nicht von heute auf morgen schließen lasse. Sylvain Kahn fordert in einem Interview mit EurActiv.com politische Initiativen und Steueranreize, um die Wirtschaft für eine Zusammenarbeit mit den Universitäten zu gewinnen.

Sylvain Kahn, Geschichtsprofessor am Institut d’Etudes Politiques (IEP) in Paris, steht dem Gedanken einer engeren Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaft und den Universitäten positiv gegenüber. Jedoch sei das Problem, dass die Wirtschaft kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit den Universitäten habe. Zwar zeigten sich die Unternehmen eifrig, wenn es um die Anwerbung von Wissenschaftlern mit Universitätsausbildung ginge, jedoch seien sie zurückhaltend, wenn es um finanzielle Unterstützung der Universitäten ginge.

Die Ursachen hierfür seien historisch und ökonomisch, aber auch kulturell oder politisch bedingt. Das Problem sei, dass die Unternehmen den Universitäten nicht vertrauen würden und sie selten als „nützlich“ einschätzen würden, da sie meistens nur an „purer“ Forschung Interesse hätten, so Kahn.

Er unterstrich die Notwendigkeit, die Mittel der Universitäten aufzustocken, vor allem durch Privatmittel aus Stiftungen oder anderen Quellen und forderte die Schaffung von Steueranreizen, die eine Privatfinanzierung begünstigten. Es bedürfe einer politischen Initiative, um die Wirtschaft und die Universitäten anzunähern und ernstzunehmende Steuersenkungen, um Investitionen in Bildung und Forschung zu fördern. 

Klicken Sie hier, um das ganze Interview mit Sylvain Kahn zu lesen. 

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