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Anhörung zu Risiken der CO2-Sequestrierung eingeleitet [DE]

Veröffentlicht 19. Februar 2007 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Die Kommission hat eine öffentliche Online-Anhörung eingeleitet zu potentiellen Risiken, insbesondere für die Umwelt, die von neuen Technologien, durch die CO2-Emissionen von Kraftwerken unterirdisch gelagert werden können, ausgehen können.

CO2-Abscheidung und –Speicherung (auch CO2-Sequestrierung genannt) wird von der Kommission als wichtige neue Technologie bei der Bekämpfung des Klimawandels eingestuft.

Bei dem Verfahren wird der Kohlenstoff von anderen Gasen getrennt, die bei der Herstellung von Energie in großen Kraftwerken entstehen, das CO2 wird dann gepresst und an einen Ort verfrachtet, wo es in geologischen Formationen, wie erschöpfte Gas- und Ölfelder, oder im Meer, gespeichert werden kann.

CO2-Abscheidung und –Speicherung könnte im Erfolgsfall bis zu 80-90% der CO2-Emissionen der Kraftwerke einsparen und die Kosten für die Stabilisierung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre um 30% reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommt der Zwischenstaatliche Ausschuss der UN für Klimafragen.

Die Anhörung kommt im Anschluss an das Energie- und Klimapaket, das die Kommission am 10. Januar 2007 vorgelegt hat, in dem die Bedeutung des Verfahrens für „eine Zukunft mit CO2-armen fossilen Brennstoffen“ betont wird, vor allem im Hinblick auf die Schätzungen der Kommission, dass „Kohle und Gas, aus denen über 50% des Stroms in der EU erzeugt werden, auch in Zukunft einen wichtigen Anteil im Energiemix ausmachen werden“.

Umweltorganisationen befürchten jedoch, dass CO2-Abscheidung und –Speicherung die Ölabhängigkeit der Welt nur verlängern und Investitionen in erneuerbare Energien verhindern wird. Kritiker argumentieren auch, dass die Tatsache, dass sich das Verfahren noch in der Entwicklung befindet, zeigt, dass es keinen Beweis dafür gibt, dass CO2 tatsächlich über lange Zeit gespeichert werden kann, ohne dass Leckagen entstehen.

Die Anhörung ist Teil der Vorbereitungen für Gesetzesvorschläge in diesem Bereich und wird die Risiken, die bei der Abscheidung, dem Transport und der Speicherung entstehen, untersuchen und vor allem auf mögliche schädliche Auswirkungen auf die Umwelt achten.

Die Anhörung beginnt am heutigen 19. Februar 2007 und wird bis zum 16. April 2007 auf der folgenden Webseite andauern.

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