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Finanzprobleme, hohe Gestehungskosten und die Unzulänglichkeit der traditionellen Finanzierungsinstrument eingeschlossen, seien die wichtigsten Elemente, die den Privatsektor davon abhielten, vermehrt Investitionen in den Wohnsektor zu machen, um Gebäude energieeffizienter zu machen. Dies geht aus einer Studie der Internationalen Energieagentur vom 20. März 2008 hervor (IEA).
Gebäude seien für mehr als 40% des gesamten Weltprimärenergieverbrauchs sowie für 24% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich, so die IEA. Die Agentur argumentiert, dass eine beträchtliche Menge dieser Energie eingespart werden könnte, wenn energieeffiziente Technologien in die Praxis umgesetzt würden.
Trotz der bewiesenen Kostenwirksamkeit energieeffizienter Technologien wird deren Potential in der Baubranche noch immer nicht ausgeschöpft. Grund hierfür seien laut der IEA zahlreiche Marktbarrieren. Sie gründet ihre Aussagen auf den Ergebnissen von Fallstudien in Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Japan und den USA.
Die IEA erachtet Energieeffizienz als die „bei weitem“ kostenwirksamste Möglichkeit, um die dreifache Herausforderung – die Erhöhung der Energiesicherheit, die Senkung der Kosten und den Beitrag zu einer saubereren Umwelt – anzugehen. Die EU hat sich zu einer Verminderung ihres Energieverbrauchs um 20% bis 2020 durch die Verbesserung der Energieeffizienz verpflichtet. Ihre Energiesparpläne haben jedoch bisher viel weniger Aufmerksamkeit geschenkt bekommen, als die Ziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen und zur Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien – ebenfalls um 20% bis 2020 (EurActiv vom 30. Januar 2008).
Ein zunehmender Energieverbrauch, hohe Energiepreise und steigende CO2-Emissionen machten eine Verbesserung der Energieeffizienz notwendiger denn je, sagte IEA-Chef Nobuo Tanaka. Er betonte, dass Maßnahmen in der Baubranche eine „Schlüsselrolle“ auf dem Weg in Richtung einer nachhaltigen Energiezukunft spielen könnten.
Dies macht jedoch die Beseitigung bestehender Marktbarriere notwendig. Hierzu zählten unter anderem die Tatsache, dass Energiefragen nur eine untergeordnete Rolle spielen, die Ungleichmäßigkeit der zur Verfügung stehenden Informationen und enorme Finanzprobleme, so die IEA.
Die Agentur fordert die Schaffung eines wahren Marktes für Energieeffizienz; der momentane Markt sei schwach und werde als zu risikoreich erachtet. Die IEA begrüßt die Initiativen der EU, um durch Standardisierung und Liberalisierung einen gemeinsamen Markt zu schaffen. Dennoch warnt sie davor, dass eine Umgestaltung des Marktes nicht ohne eine gesteigerte Beteiligung des Privatsektors geschehen könne.
Daher empfiehlt die Agentur die Gründung öffentlich-privater Partnerschaften, um die Finanzierungsprobleme von energieeffizienten Bauprojekten zu überwinden. Weiterhin rät die Agentur, die Sicherheit durch Instrumente zur Risikoteilung zu erhöhen. Damit soll eine umfassende Beteiligung des privaten Sektors gefördert werden.
Die Verbesserung der Effizienz von Haushaltsgeräten und Gebäuden stehen ganz oben auf der Liste der Kommission der zehn vorrangigen Maßnahmen zur Energieeffizienz, die im Aktionsplan für Energieeffizienz von Oktober 2006 enthalten ist (LinksDossier).