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Britischer Parlamentsbericht nimmt Atombefürwortern Wind aus den Segeln [DE]

Veröffentlicht 18. April 2006 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Die Kernkraft könne nicht zu einem Ausbau der Energiekapazitäten und Verringerung des CO2-Ausstoßes beitragen. Zu diesem Schluss ist der britische Parlamentsausschuss für Umweltaudit gekommen.

Laut eines neuen Berichts des britischen Abgeordnetenhauses, der am 16. April veröffentlicht wurde, seien erneuerbare Energien und Energieeffizienz – und nicht Atomkraft - entscheidend für die zukünftige Versorgungssicherheit. In seinem Bericht wirft der Ausschuss für Umweltaudit Premierminister Blair vor, sich zu stark auf die Atomenergie zu verlassen und erneuerbare Energien und Energieeffzienz zu vernachlässigen.

Die Atomenergie könne weder für größere Erzeugungskapazitäten sorgen, noch für eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen, da neue Anlagen nicht rechtzeitig fertig gestellt werden könnten. Darüber hinaus gebe es eine Reihe noch ungeklärter Fragen, etwa die Entsorgung des radioaktiven Abfalls, die Akzeptanz in der Öffentlichkeit, die langfristige Verfügbarkeit von Uran und die mit dem Nuklearzyklus verbundenen CO2-Emissionen.

Der Ausschuss empfiehlt den Bau neuer Kohlekraftwerke und eine stärkere Nutzung erneuerbarer Energien. 

Doch Blair scheint sich ganz der Atomkraft verschrieben zu haben. Am 17. April deutete er in einer Rede an, dass er eine neue Generation von Kernkraftwerken vorantreiben wolle. 

In ihrem jüngsten Grünbuch zur europäischen Energiepolitik überlässt die Kommission die Entscheidung für oder gegen Atomkraft den Mitgliedstaaten. Doch angesichts rekordhoher Ölpreise ist kein Ende der Debatte in Sicht.

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