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Während die europäischen Bürger den Anteil der erneuerbaren Energien erhöhen wollen, um den Klimawandel zu bewältigen und eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten, setzt die Wirtschaft auf Atomenergie.
Derzeit wird eine tiefe Spaltung sichtbar zwischen Wirtschaft und Bürgern bezüglich ihrer Ansicht, was die EU tun sollte, um den Klimawandel zu bewältigen und eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten.
Diese Probleme werden zu den wichtigsten Fragen auf der Agenda des Frühjahrsgipfels am 8. und 9. März 2007 gehören.
Laut einer Meinungsumfrage von Eurobarometer, die am 5. März 2007 veröffentlicht wurde, stimmen 83% der Bürger darüber überein, dass die EU einen Mindestanteil für erneuerbare Energien am gesamten europäischen Energieverbrauch festlegen sollte.
Dennoch hat der Dachverband der europäischen Industrie, BusinessEurope, seine Bedenken bezüglich der Pläne der EU, ein verbindliches Ziel von 20% für erneuerbare Energie festzusetzen, geäußert.
Nach Ansicht von BusinessEurope sollte die Atomenergie einen „sehr großen“ Anteil an den kohlenstoffarmen Energie haben und die EU sollte Maßnahmen einleiten, um den Anteil des in Europa erzeugten Stroms bis 2030 von 32% auf 40% zu erhöhen. Ein erhöhter Anteil an Atomenergie würde die Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrien fördern, so der Verband.
Jedoch sind 61% der EU-Bürger der Meinung, der Anteil der Atomenergie sollte auf Grund von Bedenken bezüglich Atommüll und der Gefahr von Unfällen reduziert werden.
Um die durch den Klimawandel entstehenden Herausforderungen zu bewältigen, geben 7 von 10 befragten Europäern an, dass sie bereit sind, ihren Energieverbrauch in den kommenden zehn Jahren zu ändern, und z.B. energiesparende Heizungen, Beleuchtung, Klimaanlagen und weitere Anlagen zu installieren.
Die Wirtschaft hingegen scheint nicht bereit, ihr Verhalten zu ändern, und warnt davor, dass ein einseitiges europäisches Ziel zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen dem Wettbewerb in der EU ernsthaft schaden würde, und die Messlatte für andere Länder, die einem globalen Abkommen beitreten wollen, zu hoch legen könnte.
Dennoch sagte José Manuel Barroso, dass Europa neue Arbeitsplätze und Möglichkeiten schaffen könne, wenn es sich zu einer „kohlenstoffarmen“ Wirtschaft entwickeln und einen Markt für erneuerbare Energien schaffen würde.