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3. Dezember 2008
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Deutschland will den “Energiepass” für Gebäude [DE][en][fr

Erschienen: Montag 23. April 2007   

Minister der EU und G8 sowie internationale Experten sind zusammengekommen, um sich über die Möglichkeiten für eine gesteigerte Energieeffizienz auszutauschen. Dabei stehen marktorientierte Lösungen im Mittelpunkt. Dem Aktionsplan für Energieeffizienz der Europäischen Kommission sollen dadurch neue Impulse verliehen werden.

Hintergrund:

Die Frage der Energieeffizienz ist im Juli 2005 durch die Gleneagles-Initiative auf die Tagesordnung der G8 gesetzt worden (siehe EurActiv 08. Juli 2005). 

Der Aktionsplan der Kommission über Energieeffizienz und die Tatsache, dass die Mitgliedstaaten ihre nationalen Aktionspläne für Energieeffizienz im Sommer vorlegen werden haben das Thema wieder auf die Tagesordnung gesetzt.

Die EU hat sich das ehrgeizige Ziel gesteckt, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 20% zu senken und die Zusage gemacht, das Ziel auf 30% anzuheben, wenn andere Staaten, wie die USA, mitziehen. 

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Was sind die besten Strategien, um Energieeffizenz-Ziele im Bereich Stromverbrauch, Gebäude und Verkehr umzusetzen? Dies waren einige Fragen, die auf dem Treffen zu Energieeffizienz der EU/G8 in Berlin am 20. und 21. April diskutiert wurden.

In einem Versuch, Energieverschwendung zu reduzieren, hat Deutschland die Einführung einer vorgeschriebenen Energiezertifizierung für Gebäude vorgeschlagen, die Mietern und Käufern einen besseren Überblick über zu erwartende Energiekosten geben würde.

Der deutsche Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Wolfgang Tiefensee, sagte, in Zukunft würden Wohnungsanzeigen nicht nur „Balkon, zwei Zimmer und ruhige Lage“ versprechen, sondern ebenfalls die Energieeffizienz erwähnen. Der Minister möchte den Energieverbrauch von Neubauten um bis zu 30% senken. 

Der deutsche Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos, erklärte: „Wirtschaft und Umwelt brauchen vernünftige, nachhaltige Rahmenbedingungen. Diese sind nicht von selbst gegeben. Die Bundesregierung hat deshalb das Thema Energieeffizienz zu einem Schwerpunkt ihrer EU- und G8-Präsidentschaft gemacht.“

Außerdem zielt die EU darauf ab, finanzielle Beihilfen von bis zu 11,2 Mrd. Euro für Nachbarstaaten bereit zu stellen, um Energieeffizienz und erneuerbare Energiequellen auch über die Grenzen der EU hinaus zu fördern. 

Positionen:

Laetitita de Marez, Leiterin des Greenpeace International Efficiency Project, betonte die Dringlichkeit, den europäischen Markt für „Energie-Verschwendern“ zu verschließen. Sie forderte die Minister auf, umgehend herkömmliche Glühbirnen zu verbieten und EU-weite verpflichtende Effizienzstandards für Beleuchtung bis 2010 einzuführen.

Der Europäische Verband der Hersteller von Elektrohaushaltsgeräten (CECED) forderte einen weltweiten Ansatz für mehr Energieeffizienz und forderte, internationale Organisationen, wie die WTO und die Weltbank, in diese Bestrebungen einzubeziehen. Außerdem müssten die bestehenden Gesetze besser umgesetzt werden und die alten Geräte ausgetauscht werden. Luigi Meli, Generaldirektor von CECED, sagte, sein Verband fordere von den Politikern in Europa und anderen Staaten, Programme einzuleiten, um das Bewusstsein der Verbraucher zu schärfen und die Verbreitung der zugänglichen Technologie in den Haushalten zu beschleunigen.

 

Nächste Schritte:

  • Die EU-Mitgliedstaaten werden diesen Sommer ihre Aktionspläne für mehr Energieeffizienz bei der Kommission einreichen.

  • Bei dem bevorstehenden Gipfel in Heiligendamm im Juni, bei dem die G8-Staaten über die Fortsetzung der Gleneagles-Initiative diskutieren werden, zielt darauf ab, Energieeffizienz zu einer der obersten Priorität der internationalen Wirtschaftspolitik zu erheben.

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