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EU und Kasachstan vereinbaren engere Energiezusammenarbeit [DE]

Veröffentlicht 05. Dezember 2006 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Die Kommission und Kasachstan haben ein Abkommen unterzeichnet, das den Grundstein für eine engere Energiezusammenarbeit legt. Die EU interessiert sich dabei vor allem für kaspisches Öl, Gas und Uran.

Eine am 4. Dezember 2006 unterzeichnete gemeinsame Absichtserklärung bildet die Grundlage für eine engere Zusammenarbeit zwischen der EU und Kasachstan. Die Erklärung wurde durch ein Kooperationsabkommen vervollständigt, das der Entwicklung des Nuklearhandels zwischen den beiden Parteien dienen soll. Wie die Kommission mitteilte, verfügt Kasachstan nach Schätzungen über etwa 20% der weltweit bekannten Uranvorräte und ist somit der drittgrößte Produzent der Welt.

„Mit diesen beiden Dokumenten haben die Republik Kasachstan und die Europäische Union das Fundament für eine konstruktive Zusammenarbeit im Energiebereich geschaffen, die sich für beide Seiten als äußerst fruchtbar erweisen wird“, erklärte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso.

Auf einer Pressekonferenz sagte der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew, dass der Handel und die allgemeinen Wirtschaftsbeziehungen, und nicht nur die Energiepolitik, die wichtigsten Säulen der Zusammenarbeit zwischen der EU und Kasachstan bildeten. Nasarbajew wies darauf hin, dass die Erweiterung der Spannbreite der kasachischen Wirtschaft und der Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) die wichtigsten Prioritäten des zentralasiatischen Staates darstellten. 

Die gemeinsame Absichtserklärung beinhaltet zwei Fahrpläne – Verbesserung der Energiesicherheit und Industriezusammenarbeit – wozu auch regelmäßige Treffen zur Angleichung der kasachischen Energievorschriften an die Leitlinien der EU gehören sollen.

Die Vereinbarung bezeichnet den Bau der Pipeline Odessa-Brody-Plock als „neue Infrastruktur für den Energietransport von gegenseitigem Interesse“.

Kasachstans Ölreserven werden nach Angaben der Kommission auf 9 Milliarden Barrel und seine Erdgasreserven auf fast 2 Billionen Kubikmeter geschätzt.

Nasarbajew sagte, er könne sich vorstellen, dass die Lieferungen von aus dem kaspischen Becken stammenden Kohlenwasserstoff eines Tages 25% der Energielieferungen der EU ausmachen könnten.

Die Kommission hat bereits ähnliche gemeinsame Absichtserklärungen mit Aserbaidschan und der Ukraine unterzeichnet. Wie die Kommission mitteilte, befänden sich die Verhandlungen über eine Vereinbarung mit Algerien im fortgeschrittenen Stadium.

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