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In einem Schlüsseldokument, das in dieser Woche vorgelegt werden soll, schlägt die Kommission einen dreijährigen Fahrplan auf dem Weg zu einer gemeinsamen europäischen Energiepolitik vor. Bis zum Jahr 2020 soll der EU-weite Treibhausgasausstoß um 20% gesenkt werden.
Die Kommission hat im März 2006 mit der Veröffentlichung eines Energiegrünbuchs eine breit angelegte Debatte über die künftige europäische Energiepolitik eröffnet. Das Grünbuch basiert auf den Vorschlägen, die die europäischen Staats- und Regierungschefs auf dem EU-Gipfel in Hampton Court unter britischer Präsidentschaft im Herbst 2005 unterbreitet hatten.
Die Kommission wurde zudem durch die wachsenden Bedenken wegen steigender Öl- und Gaspreise, der steigenden Energieabhängigkeit von einigen externen Lieferstaaten sowie der steigenden globalen Erwärmung zu diesem Schritt bewegt.
Am 10. Januar 2007 wird die Kommission eine Reihe aktueller Berichte und Politikvorschläge zum Thema Energie vorlegen. Die Dokumente sollen dabei die Grundlage für eine „neue industrielle Revolution“ bilden, die darauf abzielt, Europa bis 2050 in eine energieeffiziente kohlenstoffarme Energiewirtschaft zu transformieren.
Die Tage der sichereren und preiswerten Energie für Europa seien vorbei, warnt die Kommission in ihrem strategischen Energiebericht, der das Herzstück des Energiepakts bildet.
Der Bericht, dessen Entwurf
EurActiv vorliegt, setzt sich mit dem Klimawandel, der wachsenden Importabhängigkeit und höheren Energiepreisen auseinander. Diese Aspekte stellten eine Herausforderung für alle Mitgliedstaaten dar, der man mit einer gemeinsamen europäischen Antwort begegnen müsse, so die Kommission.
Vor dem Hintergrund aktueller Trends und Politiken werde die Abhängigkeit der EU von Energieimporten von 50% des gesamten derzeitigen Energieverbrauchs voraussichtlich auf 65% des Verbrauchs im Jahr 2030 steigen, warnt die Kommission in dem Dokument. Bis 2030 werde zudem die Abhängigkeit von Gasimporten von den derzeitigen 57% auf 84% steigen. Für Öl würde eine Steigerung des Imports von 82% auf 93% zu verzeichnen sein, so die Kommission, wodurch Europa immer stärker von den großen Öl- und Gasproduzenten abhängig werde.
Die Kommission betont zudem, dass Energie für 93% des CO2-Ausstoßes verantwortlich sei, und somit eine der Hauptverursacher des Klimawandels darstelle. Trotz der derzeitigen Bemühungen, den Ausstoß zu reduzieren, würde der Ausstoß bis zum Jahr 2030 um etwa 5% steigen, woraus die Kommission schlussfolgere, dass die aktuelle europäische Energiepolitik nicht nachhaltig sei.
Um diese Herausforderungen zu meistern, schlägt die Kommission einen Aktionsplan vor, der innerhalb der nächsten drei Jahre umgesetzt werden soll. Die Kommission sieht vor, dass das Parlament und die europäischen Staats- und Regierungschefs die Pläne auf dem EU-Gipfel im März billigen.
Den Ausgangspunkt einer gemeinsamen Energiepolitik müssten der Kampf gegen den Klimawandel, die Förderung von Arbeitsplätzen und Wachstum und die Begrenzung der Abhängigkeit der EU von Kohlenwasserstoffen aus Drittländern bilden, so die Kommission.
Nach Aussage eines hochrangigen europäischen Beamten sollte das Ziel sein, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um 20% zu verringern, was einer Reduzierung von etwa 15% im Vergleich zu 1990, dem Ausgangspunkt des Kyoto-Protokolls, gleichkäme.
Zu den in dem Dokument genannten konkreten Maßnahmen gehören:
Die Kommission plant, die Fortschritte bei der Erreichung dieser Ziele mittels einer Reihe halbjährlicher Berichte zu verfolgen.
10. Januar 2007: Kommission legt Energiepaket vor
8. bis 12. Januar 2007: EurActiv präsentiert eine “Special Week” zum Thema Energie. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Reaktionen. Sie können uns gerne einen Leserbrief senden: letters@euractiv.com .