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EU setzt verstärkt auf Energieeinsparungen [DE]

Veröffentlicht 12. März 2007 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Die Staats- und Regierungschefs der EU haben die Kommission aufgefordert, "rasch Vorschläge vorzulegen", um innerhalb der nächsten zwei Jahre europaweit herkömmliche Glühbirnen zu ersetzen und die Effizienzanforderungen für Büro- und Straßenbeleuchtung zu verbessern.

um innerhalb der nächsten zwei JahrDie Staats- und Regierungschefs haben am 9. März den Forderungen der Kommission nach einer Stärkung der Bemühungen im Bereich Energieeffizienz beigepflichtet und betont, es sei unerlässlich, „das Ziel, 20% des EU-Energieverbrauchs gemessen an den Prognosen für 2020 einzusparen“ zu erreichen.

Im Oktober 2006 hat die Kommission einen Aktionsplan vorgelegt, der darauf abzielt, bis 2020 20% des Energieverbrauchs zu reduzieren und die Energiekosten um jährlich über 100 Mrd. Euro zu senken. Dies würde eine Einsparung von mehreren Millionen Tonnen CO2 mit sich führen.

Nachdem die australische Regierung vor kurzem Maßnahmen umgesetzt hat, die darauf abzielen, herkömmliche Glühbirnen innerhalb der nächsten drei Jahre abzuschaffen (siehe EurActiv 21. Februar 2007), hat der Frühjahrsgipfel am 9. März die Kommission aufgefordert, „rasch Vorschläge vorzulegen“ über: 

  • Energieeinsparungen von Büro- und Straßenbeleuchtungen, „die bis 2008 festgelegt“ werden sollen;
  • und für „Glühlampen und sonstige Arten von Beleuchtung in Privathaushalten bis 2009“. 

Der irische Premierminister Bertie Ahern wurde von Reuters mit den Worten zitiert: „Wir sind sehr von den Australiern beeindruckt und bereits bevor wir zum Gipfel angereist sind hatten wir mit ihnen Kontakt aufgenommen und die Maßnahmen eingehend geprüft.“

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die dem Rat vorsaß, betonte, es werde nicht gefordert, dass alle Bürger ihre Glühbirnen unmittelbar auswechseln müssten. Jedoch seien die Bürger aufgefordert, sich über das Angebot in den Geschäften zu informieren.

Die grüne britische Europaabgeordnete Caroline Lucas wies darauf hin, dass ein europaweites Verbot herkömmlicher Glühbirnen jährlich zu Emissionseinsparungen von 20 Millionen Tonnen führen könnte und zu Kosteneinsparungen für die privaten Stromrechnungen von 5 bis 8 Mrd. Euro.

Obgleich herkömmliche Glühlampen günstiger sind, betonte Lucas, dass die Lebensdauer von Energiesparlampen ungefähr 15-mal so lang sei, was Einsparungen in Millionenhöhe für Haushalte bedeuten könnte.

Es sei wirklich ein Vorschlag, von dem alle profitieren könnten: ein Verbot von herkömmlichen Glühbirnen sei ein erster Schritt, um Energieknappheit und Klimawandel zu begegnen.

Lucas hat eine schriftliche Erklärung ausgearbeitet und hofft nun, dass auch andere Europaabgeordnete diese annehmen werden. In der Erklärung wird die Kommission aufgefordert, Gesetzgebung einzuleiten, um herkömmliche Glühbirnen zu verbieten.

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