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EU will emissionsfreie Kohletechnologie fördern [DE][en][fr

Erschienen: Donnerstag 12. Oktober 2006   

Vertreter der EU-Institutionen und Interessenvertreter der Wirtschaft haben sich während des Forums für fossile Brennstoffe in Berlin darauf geeinigt, dass neue Kohlekraftwerke für den Einsatz des Verfahrens der CO2-Abscheidung und –Speicherung gerüstet sein sollten – noch bevor das Verfahren kommerziell zum Einsatz kommt. 

Interessenvertreter der Kohleindustrie und die Kommission sind am 10. Oktober 2006 eine gemeinsame Erklärung darüber abgegeben, dass die Entwicklung sauberer Kohletechnologien und ihre Kommerzialisierung „so schnell wie möglich“ erfolgen müssten. 

Diese Äußerungen wurden während des zweiten Treffens des Forums für fossile Brennstoffe in Berlin unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gemacht. 

Das Verfahren der CO2-Abscheidung und –Speicherung (CCS) kann sowohl in Öl- als auch in Kohlekraftwerken eingesetzt werden. Das Verfahren verspricht eine drastische Reduzierung der CO2-Emissionen, die zu den Hauptverursachern der Klimaerwärmung gehören.

Die Teilnehmer des Forums stimmten darin überein, dass weitere EU-Politiken benötigt würden, um „eine rasche Kommerzialisierung des Verfahrens“ zu gewährleisten.

„Bis 2015 müssen gemeinsame Bestrebungen der Industrie und der europäischen Institutionen in einer Reihe von groß angelegten Pilotprojekten in Europa resultieren“, so die abschließende Erklärung des Forums. 

Des Weiteren müssten noch vor diesem Zeitpunkt (d.h. vor 2010), alle neuen Kohlekraftwerke für den Einsatz des Verfahrens gerüstet werden, um einen Übergang zum CCS-Verfahren zu erleichtern. 

Der Einsatz von CCS wird voraussichtlich nicht vor 2020 wirtschaftlich lohnend sein.
 

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