EurActiv Logo
EU-Nachrichten & Politikdebatten
- durch Sprachenvielfalt -
Click here for EU news »
EurActiv.com Réseau

ALLE SEKTIONEN BROWSEN

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Auf Grund des großen Erfolgs von EurActiv Deutschland findet die komplette deutschsprachige EU-Berichterstattung des EurActiv-Netzwerkes nun über Euractiv.de statt.

Die deutschsprachige Fassung von EurActiv.com wird nicht mehr aktualisiert, alle bisherigen übersetzten Texte bleiben aber im Archiv für Sie verfügbar.

Wir freuen uns, Sie künftig auf EurActiv.de begrüßen zu dürfen!

Öffnung des Strommarkts: EU verstärkt Druck auf Frankreich [DE]

Veröffentlicht 30. Juli 2007 - Aktualisiert 29. Januar 2010
DruckversionSend by email

Die Kommission hat am 26. Juli 2007 die Eröffnung von Kartellverfahren gegen das führende französische Stromanbieter EDF und den belgischen Teil von Suez, Electrabel, angekündigt. Beide Energielieferanten werden der Abschottung des belgischen und des französischen Strommarktes verdächtigt.

Die Kommission teilte mit, dass sich die Ermittlungen auf eine mögliche Einführung von langfristigen exklusiven Verkaufsverpflichtungen in ihren Lieferverträgen konzentrieren würden. Solche Praktiken werden als Verletzung der EU-Regeln zum Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung angesehen, weil sie es Stromanbietern, die in den Markt für Stromversorgung eintreten wollen, erschweren, Kunden zu gewinnen.

Sowohl bei EDF als auch bei Electrabel werden sich die Ermittlungen auf den Markt für industrielle Stromverbraucher konzentrieren, besonders, wenn die Verträge, die sie mit ihren Stromlieferanten abgeschlossen haben, sie aufgrund besonderer Klauseln zur Ausschließlichkeit und Laufzeit des Vertrags vom Wechsel zu einem anderen Stromanbieter abhalten.

Im Zusammenhang mit der Liberalisierung der Strommärkte hat die Kommission eine Reihe von Vertragsverletzungsverfahren durchgeführt, so gegen Italiens ENI und RWE aus Deutschland (EurActiv vom 14. Mai 2007). Die Kommission glaubt, dass eine Verzögerung bei der Öffnung des Energiemarktes zu höheren Preisen und einer geringeren Qualität der Dienste führen könnte.

Die Entscheidung ist die jüngste von mehreren Initiativen, welche Brüssel ergriffen hat, um Frankreich zur Öffnung seines Energiesektors zu zwingen. Drei Wochen vor der Öffnung des EU-Strommarktes leitete die Kommission am 1. Juli 2007 eine Ermittlung zu künstlich niedrig gehaltenen Stromtarifen durch den französischen Konzern EDF ein. Laut der Kommission komme dies staatlicher Hilfe gleich und solle daher beendet werden.

Im Januar 2007 veröffentlichte die Kommission einen Bericht über den Wettbewerb im Energiesektor, in dem sie ankündigte, dass es von ihren wettbewerbsrechtlichen Kompetenzen vollen Gebrauch machen werde. Eine der Schlussfolgerungen des Berichts ist, dass es neue Anbietern als schwierig erachten, aufgrund der Verbreitung von Exklusivverträgen in mehrere Strommärkte einzutreten.

Die Kommission sagte, sie hoffe, die Fälle EDF und Electrabel bald abzuschließen.

Advertising

Sponsors

Advertising

Théâtre National - Brussels

30. Mai 2012:
Théâtre National - Brussels

Maastricht

04. Juni 2012 - 05. Juni 2012:
Maastricht
06. Juni 2012 - 07. Juni 2012:

Lyon

Advertising