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Der ehemalige Agrarkommissar Franz Fischler nutzte eine Pressekonferenz im Europäischen Parlament am 26. April dazu, das neue Energie-Grünbuch der Kommission als nicht weit genug gehend zu kritisieren und höhere Ausgaben für erneuerbare Energien und insbesondere Biomasse zu fordern.
Der ehemalige Agrarkommissar Fischler war einer der Referenten bei einem Seminar zum Thema erneuerbare Energie, das anlässlich des 20. Jahrestags des Atomunfalls von Tschernobyl von der EVP-ED-Fraktion im Europäischen Parlament organisiert wurde.
Bei einer Pressekonferenz im Vorfeld des Seminars forderte die österreichische EP-Abgeordnete Agnes Schierhuber die EU dazu auf, stärker in erneuerbare Energien zu investieren. Eine „nukleare Renaissance“ lehnte sie strikt ab.
Kent Nyström, Präsident des schwedischen Biomasse-Verbands, erörterte den Plan der schwedischen Regierung, die Ölabhängigkeit bis 2020 angesichts vorhersehbarer Erdöl- und Erdgasengpässe abzubauen. Er sprach sich außerdem für mehr Bioenergie aus.
Der ehemalige Agrarkommissar Franz Fischler führte drei Argumente gegen die Atomkraft an:
Fischler wies darauf hin, dass es zwar unterschiedliche Expertenmeinungen dazu gebe, wann genau die Erdölförderung ihren Höhepunkt erreicht haben werde, klar sei aber, dass die Zeit laufe und der Übergang von einer Wirtschaft, die auf fossile Rohstoffe beruhe, hin zu einer Wirtschaft mit niedrigem Treibhausgasausstoß schnellstens vollzogen werden müsse. „Wir brauchen eine Energie-Wende“, schloss Fischler.