Das Dokument, das sich mit der Beteiligung von EDF beim Bau des Offshore-Teils der South Stream-Pipeline befasst, wurde in Paris bei einem Besuch des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin unterzeichnet.
Das Memorandum legt fest, dass die Einzelheiten der Beteiligung von EDF am Projekt zusammen mit dem italienischen Energiekonzern ENI ausgearbeitet werden, der zurzeit 50% der South Stream AG hält, so eine Erklärung auf der Webseite von Gazprom.
„Wir gewinnen heute mit EDF einen neuen verlässlichen und langfristigen Partner […] Wir sind zuversichtlich, dass die wachsende Anerkennung von South Stream – zusammen mit Nord Stream – durch europäische Länder das Wohlergehen der Gazprom-Kunden bezüglich ihrer Energie gewährleisten wird“, so der Vorsitzende von Gazprom Alexej Miller.
Der französische Ministerpräsident François Fillon begrüßte laut Internetseite des Kremls die Beteiligung von EDF an South Stream sowie die jüngste Partnerschaft zwischen GDF-Suez und Gazprom bei Nord Stream (EurActiv vom 30. Juli 2009). Wie auch South Stream, soll Nord Stream russisches Gas nach Westeuropa liefern und dabei die Ukraine umgehen.
Fillon drückte seine Zufriedenheit darüber aus, dass Frankreich die USA beim Investitionsvolumen in Russland überholt hat. Er sagte, auch in anderen Bereichen seien Kontakte hergestellt worden, und erklärte, 2010 werde in seinem Land das „russische Jahr“ sein, während gleichzeitig in Russland das „französische Jahr“ stattfinde. Putin sagte, über 350 Kulturereignisse würden unter diesem Titel stattfinden.
Fillon begrüßte die russisch-französische Zusammenarbeit in einer Reihe energieverwandter Bereiche. BNP Paribas hat zwei Einigungen über die Umsetzung des Kyoto-Protokolls mit dem russisch-britischen Erdöl-Joint Venture TNK-BP unterzeichnet, während der russische Stromerzeuger TGC-4 und die französische Dalkia International S.A ein Joint Venture für Herstellung, Transport und Verteilung von Erdwärme in Russland gegründet haben.
Putin sprach außerdem andere Bereiche der Zusammenarbeit an, darunter Maschinenbau, Weltraum- und Luftfahrttechnik sowie Kernenergie.



