EurActiv Logo
EU-Nachrichten & Politikdebatten
- durch Sprachenvielfalt -
Bulgaria News
Turkey News
Germany News
Spain News
France News
United Kingdom News
Poland News
Czech Republic News
Slovakia News
Hungary News
Romania News
Serbia News
Greece News
Italy News
Bulgaria Turkey Germany Spain France United Kingdom Poland Czech Republic Slovakia Hungary Romania Serbia Greece Italy
EurActiv.com Réseau

ALLE SEKTIONEN BROWSEN

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Auf Grund des großen Erfolgs von EurActiv Deutschland findet die komplette deutschsprachige EU-Berichterstattung des EurActiv-Netzwerkes nun über Euractiv.de statt.

Die deutschsprachige Fassung von EurActiv.com wird nicht mehr aktualisiert, alle bisherigen übersetzten Texte bleiben aber im Archiv für Sie verfügbar.

Wir freuen uns, Sie künftig auf EurActiv.de begrüßen zu dürfen!

Französischer Senat warnt vor Ölkrise und fordert Kurswechsel [DE]

Veröffentlicht 04. Juli 2006 - Aktualisiert 29. Januar 2010
Druckoptimierte VersionEinem Freund senden

In einem Bericht des französischen Senats wird die EU aufgefordert, einen Paradigmenwechsel in der Energiepolitik vorzunehmen, um den Klimawandel besser bekämpfen zu können und den dramatischen "Ölschock" abzuwenden, der spätestens 2020 drohe.

In Folge der Kombination aus Angebotsknappheit und steigender Energienachfrage von Seiten Chinas, Indiens und den USA liegt die Vermutung nahe, dass der Preis für einen Barrel Öl bis 2020 auf über $ 150 steigen wird.  Hierdurch kann das BIP in den Verbraucherstaaten um bis zu 2 % sinken, warnten die Senatoren Laffitte und Saunier in einem Bericht an das Parlamentarische Amt für die Bewertung der wissenschaftlichen und technologischen Entscheidungen(OPECST). 

Während der Präsentation des Berichts am 29. Juni warnten die beiden Senatoren davor, dass die wirkliche Bedrohung darin bestehe, dass der Klimawandel außer Kontrolle geraten würde, was schwerwiegende finanzielle Folgen hätte, die bisher erheblich unterschätzt würden.  Die Kosten des Klimawandels könnten von derzeit einem Prozent des weltweiten BIP auf 2,5 bis 3 % steigen, heißt es in dem Bericht.

Um dieser drohenden Krise begegnen zu können, fordert der Bericht eine Paradigmenwechsel in der Energiepolitik, in welcher die EU eine entscheidende Rolle zu spielen habe.  Der Übergang zu einem neuen Energie-Zeitalter sollte über besondere Steuern finanziert werden, welche ausschließlich für die Förderung erneuerbarer Energien, von Wärmedämmung, Biokraftstoffen sowie anderer klimafreundlicher Technologien verwendet werden dürften – insbesondere im Verkehrssektor.

Zur Finanzierung dieses Systems werden unter anderem  Mautgebühren, auf CO2-basierte Steuern auf Autos und eine Erhöhung der Benzinsteuern vorgeschlagen.  Hierdurch könnte der Staat € 3 - 4 Milliarden zusätzlich einnehmen.

Wissenschaft und Technologie ermöglichen diesen Wechsel, da die Möglichkeit, bestehe, fossile Brennstoffe zu ersetzen, wofür Technologien notwendig seien, die es entweder bereits gebe oder kurz vor der Marktreife stünden, schreiben die Senatoren. 

Advertising