Mit Blick auf den G8-Gipfel sagte ein EU-Vertreter am 10. Juli, dass der Energiebedarf der Schwellenländer bald so stark steigen würde, dass er mit den Bemühungen Europas, die globale Erwärmung aufzuhalten, nicht vereinbar sei.
Daher müsse man die Entwicklung von Atomenergie dringend besprechen, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit der Anlagen, der geopolitischen Sicherheit und der Nichtverbreitung von Kernwaffen, fügte der EU-Vertreter hinzu und bezog sich auf den derzeitigen Verhandlungsstillstand über Irans Urananreicherungsprogramm. Egal wo man hinschaue, die Atomenergie finde man überall. Dies könne nicht ignoriert werden, sagte er abschließend.
Am 17. Juli werden sich die Staats- und Regierungschefs der G8-Länder im Rahmen des so genannten „Outreach-Dialogs“ mit Brasilien, China, Indien, Mexiko und Südafrika treffen. Bei diesem Treffen werden die G8-Staaten den Schwellenländern einen Entwurf für eine Erklärung über die Entwicklung von Atomenergie als Teil eines gemeinsamen Energiesystems zwischen den Industrieländern und den Schwellenländern vorgelegen.
Ein Entwurf dieser Erklärung wurde am 9. Juli vom Sunday Herald veröffentlicht. In diesem heißt es, dass die Verbreitung der Atomenergie den Wohlstand und die weltweite Energiesicherheit fördern würde. Gleichzeitig würde sie einen positiven Beitrag zur Begegnung der Herausforderungen des Klimawandels leisten. Dies solle über ein Netzwerk internationaler Zentren erfolgen, welches Dienstleistungen im Bereich der Aufbereitung der Kernbrennstoffe (z.B. Urananreicherung) anbieten solle, um der Verbreitung von Kernwaffen entgegenzuwirken.
Die Erklärung soll Bestimmungen beinhalten, die für mehr Markttransparenz und Offenheit sorgen werden und grundlegende Marktregeln für die internationalen Energiebeziehungen festlegen.



