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Gaspreis-Streit: Neue Eiszeit zwischen Russland und der Ukraine? [DE]

Veröffentlicht 15. Dezember 2005 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Russland und die Ukraine sind in einen heftigen Streit um Gaspreise verwickelt – und dass, wo der kalte Winter die Region fest im Griff hat. Es wird befürchtet, dass sich der Streit auch auf die europäische Gasversorgung auswirken könnte.

Im Vorfeld der für Januar 2006 angesetzten Verlängerung der Erdgasexportverträge zwischen Russland und der Ukraine hat der russische Gasmonopolist Gazprom beschlossen, die Preise für die Ukraine 2006 anzuheben. Bislang hat Kiew 42 Euro für 1.000 Kubikmeter Gas gezahlt, der neue von Gazprom angebotene Preis liegt jedoch bei zwischen 185 und 193 Euro. Gazprom bezeichnet den Anstieg als gerechtfertigt und überfällig. Das Angebot sieht vor, dass die Ukraine künftig Marktpreise, die auf Grundlage der Preise für verschiedene Erdölprodukte errechnet werden, zahlt. 

Bislang hat die Ukraine Erdgas zu sehr niedrigen Preisen, die mit Gebühren für die Nutzung der ukrainischen Pipelines verrechnet wurden, erhalten. 

Gazprom hat als Alternative angeboten, dass die billige Erdgasversorgung fortgesetzt wird, dass das Unternehmen aber einen ungenannten Anteil an den Gaspipelines der Ukraine erhält. Kiew lehnt dies jedoch ab. 

Die EU befürchtet, dass der Streit zwischen Moskau und Kiew auch Auswirkungen auf die europäische Gasversorgung haben könnte, da 80 % der Exporte nach Europa über die Ukraine transportiert werden. Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko hat der EU indes versichert, die Auseinandersetzungen würden die europäische Gasversorgung nicht beeinträchtigen. Er rief zu mehr Gelassenheit auf und sagte, das Thema sollte nicht „politisiert“ werden. 

Unterdessen verhandelt Gazprom auch mit einer Reihe anderer Staaten der ehemaligen Sowjetunion über neue Exportverträge. 

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