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Interview: Italiens Ziele für erneuerbare Energie ‚unerreichbar’ [DE]

Veröffentlicht 07. Februar 2008 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Laut Enzo Gatta, Vorsitzender von Assoelettrica, dem italienischen Verband der Stromunternehmen, könne Italien seine Ziele für erneuerbare Energie nicht erreichen. Gründe hierfür seien das begrenzte Potential, hohe Kosten und ein übermäßiger Verwaltungsaufwand. Gatta sprach in einem Interview mit EurActiv.

Italiens Ziel für eine Steigerung der erneuerbaren Energien um 17% bis 2020, wie dies im Kommissionsvorschlag für eine Richtlinie über erneuerbare Energien vorgesehen ist – Teil des Klima- und Energiepakets vom 23. Januar 2008 – sei „sehr ehrgeizig“, sagte Gatta EurActiv.

Laut der jüngsten Statistiken der italienischen Regierung liegt „das maximal theoretisch mögliche Potential für die Erzeugung erneuerbarer Energien bis 2020 in Italien bei etwa 21 Megatonnen Öleinheiten (Mtoe)”.

Aber die Kommission möchte, dass Italien fünf Mtoe mehr aufbringt – insgesamt 26 Mtoe bis 2020.

Gatta nennt mehrere Faktoren, die das Erreichen dieses Ziels unmöglich machen. Zu den Grenzen des physischen Potential Italiens zur Förderung von erneuerbaren Energien könnten auch andere Aspekte zu einer Behinderung des Prozesses beitragen, beispielsweise langwierige bürokratische Verfahren und ein Mangel an Verantwortungsbewusstsein seitens der lokalen Behörden, die als einzige für Energiefragen zuständig seien. 

„Ob umsetzbar oder nicht“, Gatta ist der Meinung, dass eine enorme Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien „in jedem Fall einen beträchtlichen finanziellen Aufwand bedeute und vermutlich zu einem Anstieg der Ölpreise führen wird“.

Größere Flexibilität beim Handel mit Zertifikaten für erneuerbare Energien könnte jedoch eine Lösung des Problems darstellen.

„Handel ist eine Notwendigkeit, so lange die auf EU-Ebene bestimmten Ziele mit den wahren Möglichkeiten der Förderung von erneuerbaren Energien unerreichbar sind. Der Handel mit Zertifikaten auf einem funktionierenden Markt ist daher von größter Bedeutung, insbesondere wenn virtueller Handel erlaubt ist und auf Drittstaaten ausgedehnt wird“, so Gatta. Er bedauert, dass die Kommissionsvorschläge für den Handel mit Zertifikaten für erneuerbare Energien im Vergleich zur früheren Version aufgrund des starken Lobbyismus einiger Länder abgeschwächt worden seien.

Um das vollständige Interview zu lesen, klicken Sie bitte hier.

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