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Netzbetreiber weihen regionales Kooperationszentrum ein [DE]

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Veröffentlicht 19. Februar 2009, aktualisiert 29. Januar 2010

In Brüssel wurde gestern (18. Februar 2009) das erste Zentrum für technische Zusammenarbeit einiger Übertragungsnetzbetrieber eingeweiht, nachdem es am 16. Februar 2009 in Betrieb genommen worden war.

Der französische und der belgische Übertragungsnetzbetreiber RTE und Elia haben gemeinsam ein neues Unternehmen, mit dem Namen „Coordination of Electricity System Operators“ (Coreso), gegründet, das Vorhersagen zur Auslastung des Netzes machen soll und die Stromflüsse in Mittel- und Westeuropa überwachen soll. In der ersten Phase wird das Unternehmen an jedem Nachmittag eine umfassende Prognose für den nächsten Tag fertig stellen, aber ab Juli wird es die Netze rund um die Uhr überwachen. Die Betreiber betonten, dies sei das erste technische Zentrum, das von mehreren Netzbetreibern gleichzeitig betrieben werde.

Das Ziel des Unternehmens, ist es die Stabilität der europäischen Netze zu verbessern, so dass Stromausfälle, die aufgrund von Unterbrechungen in bestimmten Abschnitten nationaler Netzwerke geschehen, vermieden werden können. Die beiden Gründer von Coreso beschrieben die regionale Überwachung als Stärke ihres Unternehmens, da sie die gemeinsame Nutzung von Informationen und die Harmonisierung von Verfahren, durch enge Zusammenarbeit, vorantreibe.

Das endgültige Ziel sei es, Stromausfälle durch das Erkennen von lokalen Netzengpässen und durch das kurzfristige Aufrechterhalten des Gleichgewichts, zu vermeiden. Coreso könne Maßnahmen vorschlagen, durch die die Stabilität der Netze erhöht werden könne, aber die endgültige Entscheidung liege bei den nationalen Netzbetreibern.

RTE und Elia ermutigten andere Übertragungsnetzbetreiber aus der Region, Coreso zu unterstützen, aber das endgültige Ziel sei, eine neue Phase in der Integration des europäischen Marktes einzuleiten, indem die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Regionen verbessert würde. In dieser Hinsicht wird erwartet, dass der britische Netzbetreiber „National Grid“ innerhalb weniger Wochen bei Coreso einsteigt und auch der deutsche Vattenfall-Konzern hat Interesse an einer eingeschränkten Partnerschaft bekundet.

Coreso werde nicht nur die Zusammenarbeit innerhalb des Marktes verbessern, sondern auch helfen, den vorausgesagten Ausbau der erneuerbaren Energien in ganz Europa voranzutreiben, sagte Daniel Dobbeni, Vorstandsvorsitzender von Elia. Eine steigende Anzahl von Spannungsschwankungen, verleihe einer intensiveren Zusammenarbeit zwischen den Netzbetreibern besondere Wichtigkeit, fügte er hinzu.

Die Gründung Coresos sei ein wichtiger Schritt hin zu mehr Zusammenarbeit der Netzbetreiber und zu größerer Stabilität der Netze in Mittel- und Westeuropa, sagte Fabrizio Barbaso, stellvertretender Generaldirektor der Verkehrs- und Energiedirektion bei der Europäischen Kommission (DG TREN), auf der Gründungszeremonie von Coreso. Wenn Coreso nur einen einzigen Stromausfall verhindern könne, habe sich die Gründung schon auf Jahrzehnte ausgezahlt.

Die Kosten des Zentrums belaufen sich schätzungsweise auf eine Millionen Euro, mit jährlichen Betriebskosten von ca. vier Millionen. Die Verteilungsnetzbetreiber, die das Zentrum gründeten, betonten allerdings, dass dies ein kleiner Preis im Vergleich zu dem sei, was durch Energieverluste verloren ginge. Das Zentrum wird anfänglich aus fünf Ingenieren bestehen und weitere neun werden hinzukommen, sobald der Betrieb vollständig aufgenommen wird.

Die Kooperation zwischen den Stromnetzbetreibern in Europa nimmt zu, da die EU bereits über das dritte Paket zur Liberalisierung des Strommarktes verhandelt, das die Gas- und Strommärkte der Union vollständig öffnen soll.

Während die Gespräche zwischen den Institutionen, (EurActiv von 12.Februar 2009), besonders aufgrund von Uneinigkeiten bei der Eigentümerentflechtung, blockiert sind, haben 42 europäische Verteilungsnetzbetreiber das europäische Netz von Verteilungsnetzbetreibern gegründet, wie im Liberalisierungspaket vorgesehen. Seine Aufgabe ist es die Harmonisierung des Strommarktes innerhalb der EU zu fördern und die Betriebssicherheit der europäischen Netze zu entwickeln.

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