Nach Verhandlungen, die seit 1993 geführt werden, wurde am 15. März 2007 eine Vereinbarung zwischen Russland, Griechenland und Bulgarien über den Bau einer Erdölfernleitung zwischen dem bulgarischen Hafen in Burgas am Schwarzen Meer und dem griechischen Mittelmeerhafen von Alexandrupolis unterzeichnet.
Die Pipeline soll den zunehmenden Verkehr von Öltankern auf dem Bosporus und durch die Dardanellen reduzieren, und somit den Transport von Erdöl beschleunigen.
Der zuständige Kommissar für Energie, Andris Piebalgs, sagte: „Angesichts der zunehmenden Verkehrsdichte im umschlossenen Schwarzen Meer und der wachsenden Erdölmengen, die aus dieser Region exportiert werden, muss der alternative Öltransport über Fernleitungen unbedingt mit höherer Priorität verfolgt werden.“ Er äußerte, dass auf internationaler Ebene Bedenken hinsichtlich der Gefahr von Unfällen mit Öltankschiffen besteht.
Die Pipeline wird des Weiteren Europas Energieabhängigkeit von Russland erhöhen. Derzeit kommen etwa ein Drittel des Öls und 40% des Erdgases, die in Europa genutzt werden, aus Russland.
Der Bau der 280 Kilometer langen Burgas-Alexandoupolis-Pipeline soll 2008 beginnen und wird rund 709 Millionen Euro kosten. Russland besitzt 51% des Anteils am Konsortium, das die Pipeline betreibt, die restlichen 49% teilen sich Bulgarien und Griechenland.



