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Um die Vorgabe des Aktionsplans für Energieeffizienz, bis 2020 20% der Energie einzusparen, zu erreichen, schlägt die Kommission unter anderem vor, dass die Europäer ihre Glühbirnen auswechseln, die Fernsehgeräte und Computer ausschalten, "saubere" Autos fahren und ihre Häuser besser isolieren sollen.
Am 19. Oktober 2006 hat Energiekommissar Andris Piebalgs den Aktionsplan für Energieeffizienz zur Senkung des europäischen Energieverbrauchs um 20% bis 2020 vorgestellt. Die Kommission rechnet damit, dass die EU 100 Mrd. Euro jährlich einsparen könnte, sollten die Europäer weniger Energie verbrauchen. Zudem könnten im Zuge der Umsetzung des Aktionsplanes auch die CO2-Emissionen reduziert werden, was wiederum der Erfüllung der Kyoto-Vorgaben dienen würde.
Der Aktionsplan für Energieeffizienz soll in den nächsten sechs Jahren umgesetzt werden. Er sieht 75 Maßnahmen zu zehn Schwerpunktbereichen vor:
Es bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz tatsächlich auch zu einem gesunkenen Energieverbrauch führen werden (siehe EurActiv vom 18. Oktober 2006).
Die ersten Reaktionen der Unternehmen auf den vorgeschlagenen Aktionsplan fielen überwiegend positiv aus, wenn auch darauf hingewiesen wurde, dass künftige Rechtsakte nicht die europäische Wettbewerbsfähigkeit gefährden sollten.
Eurochambres warnte vor Maßnahmen, wie zu strenge Anforderungen oder ein größerer Verwaltungsaufwand, die die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen gegenüber der internationalen Konkurrenz gefährden könnten. Die Vereinigung, die die europäischen Industrie- und Handelskammern vertritt, betonte die Notwendigkeit, künftige Rechtsakte auf ihre Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit zu untersuchen.
Der Verband der europäischen Hersteller von Elektrohaushaltsgeräten (CECED) begrüßte die „innovativen Ideen“ der Kommission, jedoch müsse verstärkt auf die Umsetzung der Rechtsvorschriften geachtet werden. Luigi Meli, der Generaldirektor von CECED, schlug die Einführung von Steuergutschriften für die Hersteller vor und präsentierte einen von CECED in Auftrag gegebenen Bericht, der zu dem Schluss kommt, dass Gutschriften auf die Körperschaftssteuer der Hersteller, im Vergleich zu herkömmlichen Vergünstigungen, den Herstellern größere Vorteile brächten und auch für den Staat nicht mit Steuereinbußen verbunden seien.
Der europäische Verband für Kraft-Wärme-Koppelung und Fernwärme (Euroheat & Power
) ist weniger optimistisch. Der Aktionsplan hätte nicht die Chance genutzt, auch den Verbrauch fossiler Brennstoffe bei Heizungen und Kühlungssystemen einzuschränken, erklärte der Verband in einer Presseerklärung.
Die Umweltorganisationen Friends of the Earth, Greenpeace und WWF begrüßten das von der Kommission angestrebte Ziel zur Förderung der Energieeffizienz, bemängelten aber, dass der Aktionsplan keine Rechtsakte zur Erreichung des Ziels vorsehe. Besonders beim Thema Verkehr habe der Aktionsplan große Schwächen, so die NGOs. Der Plan berücksichtige nicht den gewerblichen Verkehr, halte kaum neue Maßnahmen zur Verbesserung des öffentlichen Verkehrs bereit und fördere auch nicht den dringend notwendigen Wechsel von der Straße auf die Schiene, kritisierten die Umweltorganisationen.