Paul Corcoran, der Finanzdirektor des Nord-Stream-Konsortiums sagte EurActiv, dass er die notwendigen Umweltzertifikate im Dezember 2009 erhalten werden.
Die Projektfinanzierung werde im dritten Halbjahr in Kraft treten und im Frühling 2010 werde wie geplant mit dem Bau begonnen, sagte er.
Corcoran bestand darauf, dass es seine solide Basis für eine gesicherte Finanzierung gebe.
Das Abkommen der Anteilseigner von Nord-Stream habe eine klare Ansicht gehabt, wie das Projekt finanziert werden sollte, sagte er. Dreißig Prozent werde von den Anteilseignern bezahlt, die im Voraus erhalten wurden. Das Konsortium habe 1,5 Milliarden Euro dafür zur Verfügung. Siebzig Prozent der Investitionen werde durch externe Finanzierung bereitgestellt, die durch Projektfinanzierung ermöglicht wurde.
Corcoran sagte, er sei sicher, dass Anteilskapital und eine 22-jähriger Vertrag mit Gazprom ein guter Finanzierungsvorschlag seien, um Banken anzuziehen, die sich für die Finanzierung des Projektes aussprechen würden. Das Risiko der Fertigstellung würde von den Anteilseignern übernommen, was auch für Banken attraktiv sein sollte.
Er gab aber auch bekannt, dass Geldgeber ebenfalls solide Umweltgarantien und endgültige technische Spezifikationen sehen wollten, bevor sie ihr Geld in das Projekt stecken würden. Sobald die Fragen über Transportroute, die technische Entwicklung und die Studien über Umwelteinflüsse überwunden seien, würde man sich um Geldgeber bemühen.
Der derzeitige wirtschaftliche Abschwung wird vom Konsortium nicht als großes Problem angesehen. Die Wirtschaftskrise habe sogar Vorteile für sie, so Corcoran. Wenn man betrachte, dass die zweite Reihe von Rohren noch nicht bestellt wurde, könne man sehen, dass die gesunkenen Stahlpreise eine positive Auswirkung auf das Budget hätten, wodurch man nun einen viel größeren Spielraum hätte, so Corcoran weiter.



