Die Financial Times Deutschland berichtete, dass die Ankündigung Australiens auch die deutschen Gesetzgeber inspiriert habe, auf ähnliche Weise nach und nach herkömmliche Glühbirnen vom Markt zu nehmen. Der SPD-Energieexperte und Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer sagte, dass Deutschland durch ein von der Bundesregierung verhängtes Verbot von Glühbirnen auf ein bis zwei Atomkraftwerke verzichten könne.
Ein Sprecher der SPD sagte jedoch, dass ein nationales Verbot solcher Produkte aus europarechtlichen Gründen nicht möglich sei. Die deutsche Bundesregierung könne aber versuchen, die EU von der Annahme eines Ansatzes zu überzeugen, durch den das energieeffizienteste Modell zu einem EU-Standard würde.
Der energiepolitische Sprecher der Kommission, Ferran Tarradellas, sagte gegenüber EurActiv, dass die Kommission nicht die Absicht hege, in ihrem Aktionsplan „Energieeffizienz“ Produkte wie herkömmliche Glühbirnen zu verbieten. Die EU wolle eher Anreize dafür schaffen, die energieeffizientesten Produkte zu fördern und die Verbraucher zu informieren, sagte Tarradellas.
Kompaktleuchtstofflampen (CFL) verbrauchen viel weniger Energie als herkömmliche Lampen und sind etwa viermal so lang haltbar. Sie haben jedoch auch Nachteile – CFL sind teurer, benötigen mehr Energie bei ihrer Herstellung und sind weniger funktional (das Licht ist weniger „warm“ und CFL können nicht gedämmt werden). Möglicherweise besteht auch ein Umweltproblem, da CFL Quecksilber enthalten und deswegen schwieriger zu entsorgen sind. Für weitere Informationen zu CFL, siehe Wikipedia.
Australien ist nicht das erste Land, das ein vollständiges Verbot für Glühbirnen in Betracht gezogen hat. In Kalifornien wurde im Januar 2007 ein ähnlicher Vorschlag für ein Verbot bis 2012 vorgelegt, der den Titel "How Many Legislators Does it Take to Change a Lightbulb Act" trägt.



