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'Weckruf' der Internationalen Energieagentur zum Energiesparen [DE][en][fr

Erschienen: Dienstag 11. September 2007   

Durch das anhaltende Wirtschaftswachstum haben die wachsende Nachfrage nach Reisen, Wohnungen und Freizeit in den Industrieländern zu einem Anstieg des Energieverbrauchs und damit verbundenen CO2-Emissionen um 14% seit 1990 geführt. Dies gab die Internationale Energieagentur (IEA) in einem neuen Bericht bekannt.

Der Bericht „Energy Use in the New Millenium“ (deutsch: „Energienutzung im neuen Jahrtausend) wurde am 10. September 2007 veröffentlicht. Er ist der Beitrag der IEA zum dritten Ministertreffen im Rahmen des Gleneagles-Dialogs der G8 zu Klimawandel und Energie, das momentan in Berlin stattfindet.

Der Bericht zeichnet ein bedrückendes Bild der Bemühungen, die seit 1990 von den 26 Mitgliedsstaaten der IEA unternommen wurden, um ihren Energieverbrauch zu kontrollieren. 1990 ist das Bezugsjahr des Kyoto-Protokolls zum Klimawandel.

Der Energieendverbrauch sei zwischen 1990 und 2004 um 14% gestiegen, stellt die in Paris ansässige Agentur in dem Bericht fest. Dieser gestiegene Energieverbrauch schlug sich direkt auf das Niveau der CO2-Emissionen nieder, die ebenfalls um 14% wuchsen.

Außerdem habe sich die Quote der energiesparenden Verbesserungen seit den 1970er Jahren und dem ersten Ölschock verlangsamt, so der Bericht, und sei seit 1990 auf weniger als 1% gesunken. Dieser Wert betrage die Hälfte der vergangenen Jahrzehnte. Hätte man die frühere Quote aufrechterhalten, wäre es zu fast keiner Zunahme des Energieverbrauchs in den Ländern der IEA gekommen, so die Agentur.

Diese Ergebnisse bestätigten die Schlussfolgerungen der vorherigen Analysen der IEA, wonach die Änderungen, die durch die Ölpreis-Schocks der 1970er hervorgerufen worden seien, und die daraus folgenden Energiepolitiken die Zunahme des Energieverbrauchs stärker kontrolliert sowie die CO2-Emissionen reduziert hätten, als dies durch die Politiken zu Energieeffizienz und zum Klima geschehe, die seit den 1990ern umgesetzt würden.

Bei den Ergebnisse handele es sich um einen ‚Weckruf’ für alle, teilte die IEA mit.

Auf EU-Ebene machte die Kommission Energieeinsparungen zu einer ihrer Schlüsselprioritäten. In einem Aktionsplan, der im März 2007 von den 27 Staats- und Regierungschefs gebilligt wurde, einigte sich Europa darauf, seinen Energieverbrauch bis 2020 um 20% zu senken.

"Die gute Nachricht ist, dass nach wie vor ein großes Potential für kosteneffektive Verbesserungen der Energieeffizienz bei Gebäuden, Elektrogeräten, Industrie und Transport besteht", sagte Nobuo Tanak, Geschäftsführer der IEA, als er den Bericht beim G8-Treffen in Berlin vorstellte. „Die schlechte Nachricht ist, dass wir dieses Potential weit schneller als bisher ausschöpfen müssen.“

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