Ein am 5. September 2006 vom Welt-Windenergie-Verband (GWEC), dem Interessenverband der Windindustrie, veröffentlichter Bericht, schätzt, dass bereits 2010 die Nachfrage nach Energie deutlich das Angebot überschreiten wird.
Der Bericht „Plugging the gap“ (die Lücke schließen) schätzt, das Defizit an Öl und Gas könnte bis 2020 10% betragen und bis 2030 auf 18% steigen.
Diese Lücke könne durch einen Energiemix aus erneuerbaren Energien, Kohle und Atomenergie geschlossen werden, so der Windverband. Nach Ansicht des Verbandes ist Windenergie als sichere, saubere, billige und natürliche Energiequelle die beste Antwort auf den Energiemangel der Zukunft.
Egal für welchen Mix aus Öl, Erdgas, Atomenergie, Kohle und erneuerbare Energien sich die Staaten entscheiden – eine Sache steht fest: Massive Investitionen sind unerlässlich, um den weltweit wachsenden Energiebedarf zu decken.
Der 2005 ‚World Energy Outlook’, der IEA beziffert die notwendigen Investitionen in die Infrastruktur auf 17 Bill. US-Dollar, um bis 2030 die Nachfrage zu decken. Dies würde ein Investitionsvolumen von 56 Mrd. US-Dollar pro Jahr voraussetzen, wenn man von dem „Basisszenario“ ausgehen würde (bei dem fossile Brennstoffe über 80% des Energiemix ausmachen).
Laut dem GWEC sind die Prognosen der IEA bezüglich der weltweiten Öl- und Erdgasreserven jedoch viel zu hoch. Diese Schätzungen würden sich auf die fragwürdigen und sehr optimistischen Schätzungen der US Geological Survey (USGS) beziehen, die laut GWEC nicht mit anderen, genaueren, Schätzungen über Öl- und Gasreserven übereinstimmen würden.
Die GWEC prophezeit, dass der Mangel an Öl und Gas im Jahr 2020 10% betragen wird und bis 2030 auf 18% steigen wird. Die weltweiten Kohlereserven, die derzeit noch sehr umfangreich sind, würden gemessen am heutigen Verbrauch, bis Ende des 21. Jahrhunderts aufgebraucht sein.


