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Windräder: China überholt EU und USA

Veröffentlicht 04. Februar 2010
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Der Weltmarkt für Windenergie ist letztes Jahr weiterhin gewachsen, vor allem auf Antrieb Chinas, das neuen Daten des Global Wind Energy Council (GWEC) zufolge mehr neue Windturbinen als Europa und die USA eingerichtet hat.

Wie der GWEC gestern (3. Februar) mitteilte, wuchs der Weltmarkt für Windenergie letztes Jahr um 31% und überstand damit den weltweiten Konjunktureinbruch.

Ein Drittel der neuen Anlagen wurde in China installiert, dessen Neukapazität von 13 Gigawatt (GW) die Kapazitäten Europas (10,5GW) und der USA (9,9GW) deutlich übertraf.

Im Jahr 2009 verdoppelte China seine Windenergiekapazität zum fünften Jahr in Folge und setzte damit seinen Anstieg innerhalb der Liste der zehn größten Märkte für Windenergie unaufhaltsam fort. Letztes Jahr überholte China Spanien bei der gesamten neu geschaffenen Kapazität und wurde nur von den USA und Deutschland übertroffen.

Angelika Pullen, Leiterin für Kommunikation beim Global Wind Energy Council, hält es für sehr wahrscheinlich, dass China im kommenden Jahr Deutschland überholen wird. Es sei ebenfalls nur eine Frage der Zeit, bis die USA ihre Führungsposition abgeben müssten.

Obwohl viele westliche Länder China dafür verantwortlich machen, dass in Kopenhagen keine Einigung über ein internationales Klimaabkommen zustande kam, entwickelt der asiatische Riese weiterhin saubere Energien, um seine wachsende Wirtschaft am Laufen zu halten.

"Seitens der Regierung wird da sehr viel Druck gemacht", sagte Pullen.

Im Jahr 2009 entwickelten die Europäer zum zweiten Jahr in Folge mehr Windkraftkapazität als jegliche andere Strom erzeugende Technologie. Auf Windkraft folgten Gas- und Solarstrom, während mehr Kohle- und Kernkraftwerke stillgelegt als neu gebaut wurden.

Christian Kjaer, Geschäftsführer der European Wind Energy Association (EWEA), sagte, der hohe Ölpreis wirke sich zugunsten der Windkraftbranche aus. Bei den derzeitigen Preisen von 70-80 US-Dollar könnten neue Windkraftanlagen mit Erdgasanlagen mithalten und seien nur geringfügig teurer als Kohle.

Obwohl gerade kleinere Hersteller vor Liquiditätsproblemen stehen, gab sich die Windkraftbranche insgesamt zu den Aussichten für 2010 vorsichtig optimistisch.

"Das liegt daran, dass wir Anzeichen für Verbesserungen bei der Projektfinanzierung sehen", erklärte Kjaer.

Nichtsdestotrotz werde die Branche Schwierigkeiten haben, wie letztes Jahr 10GW Neukapazität zu schaffen. Dazu müssten in den kommenden Monaten neue Aufträge eingehen.

"Es würde mich überraschen, wenn die Neukapazität unter acht GW läge, weil wir im Vergleich zu anderen Regionen in der Europäischen Union relativ stabile politische Rahmenbedingungen haben", sagte Kjaer weiter. Dadurch unterliege der EU-Windenergiemarkt keinen so großen Schwankungen.

Innerhalb der EU schuf Spanien im Jahr 2009 mit 2,5GW die meiste Neukapazität, gefolgt von Deutschland mit 1,9GW. Diese beiden traditionellen Vorreiter im Bereich Windkraft machten 43% des Wachstums aus, gefolgt von Italien, Frankreich und Großbritannien.

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