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Der Aktionsplan der Kommission zu Biomasse zielt darauf ab, die Ölimporte um 8 % und den Treibhausgasausstoß um 209 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr zu verringern und 300.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Zu schön, um wahr zu sein?
Der Biomasse-Aktionsplan wurde am 7. Dezember 2005 von der Kommission angenommen. Hauptziel des Aktionsplans ist die Verdoppelung der Nutzung von Bioenergiequellen (Holz, Abfälle und Getreide) im Energiemix der EU bis 2010. Derzeit werden etwa 4 % des Energiebedarfs in der EU von Biomasse gedeckt. Der Aktionsplan umreißt 31 Maßnahmen zur Förderung des Einsatzes von Biomasse in Heiz- und Kühlanlagen, bei der Stromerzeugung und im Verkehr (Biokraftstoffe).
Die folgenden Maßnahmen werden vorgeschlagen:
Die Kommission erhofft sich von einer Verdoppelung der Biomasse-Energie die folgenden Vorteile:
Die direkten Kosten würden um die 9 Milliarden Euro pro Jahr betragen. Dem Bericht zufolge entspräche dies einem Anstieg von etwa 1,5 Cent pro Liter Benzin und 0,1 Cent pro Kilowattstunde Strom.
Drei Mitgliedstaaten (die Niederlande
, Deutschland
und Großbritannien
) haben bereits eigene Biomasse-Aktionspläne ausgearbeitet oder sind derzeit dabei.
Eine verstärkte Nutzung von Biomasseenergie führt verschiedene Herausforderungen mit sich und ihr stellen sich einige Hindernisse in den Weg:
Sozioökonomische Aspekte:
Ökologische Aspekte:
Akzeptanz:
Die Umweltorganisationen WWF, Greenpeace, BirdLife und das Europäische Umweltbüro (EUB) fordern die Kommission auf, sicherzustellen, dass der Biomasse-Aktionsplan "angemessene ökologische und soziale Sicherheitsvorkehrungen beinhaltet". "Sofern sie auf nachhaltige Weise gehandhabt wird, kann Bioenergie uns dabei helfen, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und degenerierte Böden wieder gesund zu machen", hat Ariel Brunner, Policy Officer für Landwirtschaft erklärt. "Eine schlecht gehandhabte Produktion jedoch wird kaum dazu beitragen, die Emissionen zu reduzieren, und kann verheerende Auswirkungen auf die Umwelt haben".