Der Bericht argumentiert, dass Europas Führungsstärke sich vor allem in seinen Klimaverpflichtungen widerspiegle. Um jedoch weiterhin Investitionen und Unternehmen anzuziehen, müssen größere Bemühungen unternommen werden, um die Innovation und Energieeffizienz zu fördern.
Schweden, das gestern (1. Juli 2009) den rotierenden Ratsvorsitz der EU übernahm hat versprochen der Energieeffizienz hohe Priorität einzuräumen (EurActiv 25. Juni 2009). Eine der Prioritäten für den sechsmonatigen Zeitraum wird sein, den Wandel zu einer ökoeffizienten Wirtschaft herbeizuführen, wo ökonomisches Wachstum und klimafreundliche Politik Hand in Hand gehen.
Schweden könne ein gutes Beispiel setzen, indem es zeige wie die Herausforderung des Klimawandels mit Initiativen zur Stärkung der Wirtschaft verknüpft werden könne. Während der Präsidentschaft wolle man Gelegenheiten der EU zu Wachstum und Beschäftigung unterstreichen, indem man in erneuerbare Ressourcen und Recycling investiere, sagte der schwedische Umweltminister Andreas Carlgren.
Ein globaler Wandel zu einer CO2-armen Wirtschaft, um den Klimawandel zu bekämpfen repräsentiere eine entscheidende Gelegenheit für alle Länder, um sich sauberer zu entwickeln, sagte Måns Nilsson, der führende Forscher hinter dem Bericht. Der Abschwung stelle eine Gelegenheit der Investition in grüne Autos, verbesserte Isolierung, Energiesparanwendungen und saubere Energie dar, fuhr er fort.
Der Bericht erarbeitet drei Bereiche, wo die EU-Politik einen Wandel zu einer wettbewerbsfähigen grünen Wirtschaft hervorrufen kann.
Eine größere Ressourcensystemeffizienz, insbesondere durch Energieeffizienz und nachhaltige Stadtplanung (siehe EurActiv LinksDossier über 'Städte im Klimawandel') wären eine politisch ansprechende Strategie, da sich die Energieeinsparungen in Zeiten wirtschaftlicher Probleme auszahlen würden, so der Author. Außerdem könnten neue Technologiemärkte, so wie die erneuerbarer Energien und nachhaltigem Verkehr Lösungen in Bereichen bieten, die einen bedeutenden Beitrag zum Klimawandel leisten.
Zuletzt werde globale Preisfestsetzung für CO2 unvermeidbar sein, wenn die Welt sich hin zu einem ökoeffizienten Verlauf bewegen wolle, so der Bericht. Die Autoren warnen jedoch, dass das Erreichen der Klimaziele nicht leicht sein werde, da sie einen fundierten Wandel des Denkens seitens der Verbraucher und der Industrie in der ganzen Welt.
Der Bericht drängt die EU-Politiker dazu, "Paketlösungen" anzunehmen, die Steuern, Standardsetzung und andere Formen der Regierung in einer neuen Form von grünen Nachhaltigkeitspaketen zusammenbringen. Außerdem müssten neue Maßnahmen zur Förderung grüner Technologien und bessere Plattformen zu Überprüfung der Folgenabschätzung der Klimapolitik entwickelt werden.
Auf internationaler Ebene solle die EU zu einer schrittweisen Ausweitung der globalen CO2-Preiserhebung und internationalen Standards drängen, so der Bericht. Um kurzfristig ein ebenes Spielfeld zu sichern, solle die EU die Verpflichtungen der aufstrebenden Volkswirtschaften aushebeln, so der Bericht.



