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Verbrauchergruppe kritisiert neues Energielabel-System [DE]

Veröffentlicht 07. Oktober 2008 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Die europäische Verbraucherorganisation BEUC hat gestern (6. Oktober 2008) einen neuen Kommissionsvorschlag kritisiert, der darauf abzielt, Haushaltsgeräte wie Kühlschränke oder Waschmaschinen nach ihrem Energieverbrauch zu klassifizieren. Das sei übermäßig kompliziert und verwirre die Verbraucher. 

Das aktuelle Energielabel-System mit den Energieeffizienzklassen A bis G sei den EU-Bürgern ein Begriff und solle nicht durch etwas ersetzt werden, was unnötig kompliziert sei, sagte die Organisation in einem Statement am Montag (6. Oktober 2008). 

Die vorgeschlagenen Änderungen sind Teil der Umsetzungsmaßnahmen, die in der EU-Rahmenrichtline aus dem Jahr 2005 über das Ökodesign von energiebetriebenen Produkten (EuP) festgelegt wurden. Diese Rahmenrichtlinie zielt darauf ab, den Energieverbrauch aller elektrischen Geräte zu senken. 

Die EU-Gesetzgeber sind derzeit dabei, der Richtlinie neue Produktgruppen hinzuzufügen. Vor kurzem haben sie der Liste der regulierten Geräte Leuchtmittel und Set-Top-Boxen für Fernseher hinzugefügt (EurActiv vom 29. September 2008).

Da die Kommission ihre Überarbeitung auf andere Gebrauchsgüter erweitert, wurde ein neues Label-Design und -Klassifizierung vorgelegt. 

Im Vorfeld eines Treffens von Interessenvertretern am 16. Oktober 2008 hat BEUC die Arbeitsdokumente geprüft und befürchtet nun, dass einige Vorlagen die Verbraucher verwirren könnten.

Nach Recherchen in einigen Mitgliedstaaten ist die Verbraucherorganisation zu dem Schluss gekommen, dass das System der Energie-Label von A bis G sowohl einfach zu verstehen als auch einfach zu behalten sei. 

Das eindeutige System der Energie-Label von A bis G sollte genutzt werden, um alle in der Rahmenrichtlinie 2005 aufgeführten Gebrauchsgüter abzudecken, inklusive neuer Produktgruppen wie Fernseher, sagte Sylvia Maurer von BEUC.

Um ihrer Position Nachdruck zu verleihen hat BEUC mit Hilfe des Forschungsinstituts Ipsos MORI empirische Studien in sieben Mitgliedstaaten durchgeführt: in Großbritannien, Polen, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien und den Niederlanden. 

Die Studien haben gezeigt, dass der Bekanntheitsgrad der bestehenden Energie-Label sehr groß ist und zwischen 81% und 95% schwankt. Der Studie zufolge hatten Verbraucher die Möglichkeit drei verschiedene Label-Typen zu beurteilen, wobei die aktuellen Energie-Label von A bis G am einfachsten zu verstehen waren. 

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