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9. November 2009
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Arbeitslosigkeit kurz vor Wahlen auf Rekordhoch [DE][en][fr

Erschienen: Mittwoch 3. Juni 2009   

Während die Europäer sich darauf vorbereiten an die Wahlurnen zu gehen, um ein neues Europäisches Parlament zu wählen, hat die Arbeitslosigkeit in der EU ein zehjähriges Rekordhoch erreicht. Die jüngsten Eurostat-Zahlen belegen, dass die Arbeitslosenquote in der Eurozone im April auf 9,2 Prozent anstieg, da eine Summe von 396 000 Arbeitsplätze in dem Monat verloren gingen.

Das Bild der gesamten 27- Länder umfassenden Union ist mit einer Arbeitslosigkeit von bis 8,6 Prozent nur marginal besser. Männer sind besonders schlimm betroffen, so die Zahlen die zeigen, dass 20, 825 Millionen Männer arbeitslos gemeldet sind gegenüber 14,579 Millionen Frauen. ´

Es gibt erhebliche Unterschiede zwischen den Arbeitslosenraten in den Ländern Europas, die von drei Prozent in den Niederlanden bis 18,1 Prozent in Spanien reichen.  

Analysten erwarten, dass die Arbeitslosigkeit weiter steigen wird, während sich die Rezession verschlimmert. Obwohl die Umfragenwerte der Einstellungsvorhaben in letzter Zeit etwas nach oben gegangen seien, wiesen sie immer noch auf sehr starke Rückgänge der zukünftigen Beschäftigung hin, was darauf hindeute, dass der arbeitsmarkbezogene Abschwung noch eine weite Strecke zurücklegen werde, erklärte Jennifer McKeown, eine Ökonomin bei Capital Economics der Zeitung The Guardian. 

Die Europäische Kommission sagt nun die höchsten Arbeitslosenraten seit dem Ende des zweiten Weltkrieges voraus, da erwartet wird, dass 8,5 Millionen Europäer bis 2010 ihre Stelle verlieren werden. 

In einer Briefingnotiz, die als Reaktion auf die jüngsten Zahlen herausgegeben wurde, warnte Martin van Viet, ein Ökonom bei ING, dass die Arbeitslosenrate am Ende des nächsten Jahres oder Anfang 2011 leicht auf 12 Prozent ansteigen könnte. 

Eurostat schätzt auch, dass die Inflation in Ländern die den Euro benutzen von 0,6 Prozent für April für Mai 2009 auf Null Prozent sinken wird. Dies könnte ein kleiner Lichtblick für die bedrängten Verbraucher darstellen, aber Experten sind gespalten über die Frage, ob eine ernsthafte Deflation wahrscheinlich ist. 

Die Zahl zeige, dass das Risiko einer Deflation in der Eurozone nicht vernachlässigbar sei, sagte Jürgen Michels, ein Ökonom bei Citigroup. Jedoch hatte der Europäische Wirtschafts- und Währungskommissar Joaquin Almunia das Risiko einer Deflation herunter gespielt. 

Womöglich überraschend wuchs das Vertrauen der Verbraucher in Großbritannien im Mai, was einige verleitete anzudeuten, dass die Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft dort Früchte tragen würden. 

Jedoch kommen schlechte Nachrichten weiter von woanders her. Air France hatte tausende neue Stellenstreichungen angekündigt. Die Münchner Bayerische Motoren Werke AG sagte, es sei zu früh zu sagen ob und wann die Nachfrage in der Autobranche wieder ansteigen würde. 

Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Lucas Papademos sagte letzte Woche, dass die verfügbare Information auf eine stetige Erholung im Jahr 2010 hinweise.

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