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Entlassungen behindern Arbeitsplatzschaffung in ganz Europa [DE]

Veröffentlicht 04. Mai 2009 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Im ersten Quartal von 2009 übertrafen die angekündigten Arbeitsplatzverluste die Arbeitsplatzschaffung fast um das dreifache, so der European Restructuring Monitor (ERM) der von Eurofound veröffentlicht wurde.

Der Finanzsektor, die Autoindustrie und der Einzelhandelssektor wurden am stärksten von den Arbeitsplatzverlusten getroffen. Neue Beschäftigung wurde in Discountläden und Fast Food Filialen geschaffen. 

220.000 Stellenverluste wurden vom ERM gemessen, das ist die höchste Zahl seitdem es im Jahr 2002 begann Daten zu sammeln, während nur 90.000 Stellen geschaffen wurden. 

Großbritannien verzeichnete die höchste Zahl an angekündigten Stellenverlusten (63.314), gefolgt von Polen (38.975), Deutschland (17.461) und Frankreich (11.779). Im dritten Quartal in Folge ist der Sektor der Autoherstellung laut ERM der mit den meisten Stellenverlusten (23.584 Stellen). 

Andere Sektoren mit großen restrukturierungsbezogenen Stellenverlusten waren der Einzelhandel (21.740), Finanzdienstleistungen (16.778) und der Maschinenbau (16.432). 

Die Arbeitslosigkeit hat auch andere Mitgliedstaaten stark in Mitleidenschaft gezogen, besonders die drei baltischen Staaten, wo die Quote der Beschäftigungslosen in den letzten zwölf Monaten um ungefähr sechs bis neun Prozent angestiegen ist. Eine ähnliche Situation findet sich in Irland, wo die Arbeitslosigkeit auf 11,4 Prozent angestiegen ist, welche im Vorjahr noch bei sechs Prozent lag.  

Die Daten sind in anderen Staaten zwar weniger dramatisch, jedoch bestätigt der ERM, dass die Arbeitslosigkeit in allen Mitgliedstaaten ansteigt, außer in Deutschland, Frankreich, Österreich und den Niederlanden, wo Kurzarbeit, Teilzeitarbeit und andere Formen der Arbeiterflexibilität halfen die Quoten niedrig zu halten. 

Schnäppchenmärkte und Schnellrestaurants, die in Zeiten wirtschaftlicher Schwierigkeiten florieren, machen einen großen Teil der neuen Stellenschaffungen aus, so die Daten die letzte Woche veröffentlicht wurden. 

In Antwort auf den Bericht von Eurofound sagte der britische konservative Europaabgeordnete Timothy Kirkhope, dass arbeitslose Menschen umgeschult werden müssten und forderte Steuernachlässe für Unternehmen, die helfen Arbeitsplätze zu schaffen. 

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