EurActiv Logo
EU-Nachrichten & Politikdebatten
- durch Sprachenvielfalt -
Bulgaria News
Turkey News
Germany News
Spain News
France News
United Kingdom News
Poland News
Czech Republic News
Slovakia News
Hungary News
Romania News
Serbia News
Greece News
Italy News
Bulgaria Turkey Germany Spain France United Kingdom Poland Czech Republic Slovakia Hungary Romania Serbia Greece Italy
EurActiv.com Réseau

ALLE SEKTIONEN BROWSEN

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Auf Grund des großen Erfolgs von EurActiv Deutschland findet die komplette deutschsprachige EU-Berichterstattung des EurActiv-Netzwerkes nun über Euractiv.de statt.

Die deutschsprachige Fassung von EurActiv.com wird nicht mehr aktualisiert, alle bisherigen übersetzten Texte bleiben aber im Archiv für Sie verfügbar.

Wir freuen uns, Sie künftig auf EurActiv.de begrüßen zu dürfen!

EU denkt über Mikrofinanzierung nach um Arbeitslosigkeit anzugehen [DE]

Veröffentlicht 03. Juli 2009 - Aktualisiert 29. Januar 2010
Druckoptimierte VersionEinem Freund senden

Kürzlich arbeitslos gewordenen Menschen, die ihr eigenes Unternehmen starten möchten, wird es möglich sein, bis zu 25,000 Euro Darlehen und Kreditgarantien von der Europäischen Union zu erhalten. Das Schema zielt insbesondere auf junge Menschen ab und es werden mehr als 100 Millionen Euro innerhalb von vier Jahren bereitgestellt. 

Die Geldtöpfe, die am Donnerstag (2. Juli 2009) bekannt gegeben wurden, können genutzt werden mehr als 500 Millionen Euro aufzutreiben, die dann über Banken und nicht profitorientierte Vermittler als Teil einer Partnerschaft zwischen der Europäischen Investitionsbank und der Kommission verteilt werden können. 

Das Schema wird im Jahr 2010 beginnen und für vier Jahre laufen und es wird Teil einer europaweiten Initiative, bei der Gelder nach Bedarf abgezogen werden. Es werden den 27 EU-Mitgliedsstaaten keine bestimmten Größen pro Land zugewiesen, so die Kommission. 

Die 100 Millionen Euro, die für die Mikrofinanzierung bereit gemacht werden, wurden aus anderen Haushalten abgezogen und repräsentieren eine Neuverteilung von existierenden Geldern anstatt die Einführung von neunen Geldern. 

Der Schritt zielt darauf ab, Menschen zu helfen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben und gerne ein kleines Unternehmen starten wollen und für Menschen die Schwierigkeiten haben, Gelder dafür von traditionellen Bankenquellen zu bekommen. Junge Menschen und Kleinstunternehmen insbesondere stehen vor großen Schwierigkeiten Anleihen zu bekommen, so ein Beamter der Kommission. 

Nach den Angaben des Kommissars für Beschäftigung und Sozialfragen, Vladimir Špidla, wird die EU das größte Risiko tragen, die Gelder für Unternehmer bereit zu stellen, sodass weitere Kredite angezogen werden können, während die Europäische Investitionsbank die zweite Risikolast auf sich nimmt, sodass Investoren dank der Gelder von einem Grad an Schutz profitieren können. 

Zusätzlich wird der Europäische Sozialfonds Rabatte bei den Zinsen auf die Darlehen anbieten und es wird erwartet, dass er ebenfalls Unterstützung und Hilfestellungen für die Unternehmer bereitstellt, die von den Geldern profitieren.

Stellungnahmen: 

Die Wirtschaftskrise werde zu einem Verlust von 3.5 Millionen Arbeitsplatzverlusten in der EU in diesem Jahr führen. Die Finanzkrise habe die Kredite für Menschen austrocknen lassen, die versuchen würden, ihre eigenen Unternehmen zu gründen, sagte der Kommissar für Beschäftigung und Sozialfragen, Vladimir Špidla.

In der derzeitigen Rezession möchte man den Arbeitslosen einen neuen Start ermöglichen, damit sie einfacheren Zugang zu den Krediten haben, um ein neues Unternehmen zu gründen. Außerdem wolle man kleine Unternehmen helfen, sich trotz der Krise weiterzuentwickeln. Dies werde helfen, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die EU könne zusätzliche Hilfen in Zusammenarbeit mit der EIB anbieten, wodurch mehr Menschen ihre Träume als Unternehmer verwirklichen könnten, so Špidla weiter. 

Nächste Schritte: 
  • 24-26 November. 2009:  Europäische Woche für Mikrofinanzierung
Hintergrund : 

Tausende von Menschen haben ihre Arbeitsplätze dieses Jahr verloren, da sich die Auswirkungen der Rezession in Europa ausbreiten. Zur selben Zeit ist die Verfügbarkeit von Krediten zurückgegangen, was es nun schwieriger macht, neune Unternehmen zu gründen. 

Seit dem Beginn der Finanzkrise, hat die Europäische Investitionsbank (EIB) dabei geholfen, Kredite an die Autoindustrie, energieeffiziente Projekte, Forschung und Entwicklung sowie an kleine Unternehmen zu vergeben. 

EIB-Präsident Philippe Maystadt gab im Februar bekannt, dass ein anfänglicher Versuch einen europäischen Mikrofinanzierungsfonds zu erstellen, nicht genügend Gelder von den Mitgliedsstaaten angezogen hätte, was er als "fehlende Solidarität" bezeichnete und die strikten Regeln nach denen Regierungen Geld verleihen (EurActiv vom 13. Februar 2009).  

Trotzdem gab er früher in diesem Jahr bekannt, dass die Bereitstellung von Geldern und technischer Hilfen für Mikrokreditinstitutionen hoch auf der Tagesordnung der Bank stehe. 

Kleinstunternehmen werden definiert als Unternehmen, die weniger als 10 Personen beschäftigen. Sie machen mehr als 91 Prozent der Unternehmen in Europa aus.

More in this section

Advertising