EurActiv Logo
EU-Nachrichten & Politikdebatten
- durch Sprachenvielfalt -
Bulgaria News
Turkey News
Germany News
Spain News
France News
United Kingdom News
Poland News
Czech Republic News
Slovakia News
Hungary News
Romania News
Serbia News
Greece News
Italy News
Bulgaria Turkey Germany Spain France United Kingdom Poland Czech Republic Slovakia Hungary Romania Serbia Greece Italy
EurActiv.com Réseau

ALLE SEKTIONEN BROWSEN

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Auf Grund des großen Erfolgs von EurActiv Deutschland findet die komplette deutschsprachige EU-Berichterstattung des EurActiv-Netzwerkes nun über Euractiv.de statt.

Die deutschsprachige Fassung von EurActiv.com wird nicht mehr aktualisiert, alle bisherigen übersetzten Texte bleiben aber im Archiv für Sie verfügbar.

Wir freuen uns, Sie künftig auf EurActiv.de begrüßen zu dürfen!

EU wird stärker gegen Mehrwertsteuerbetrug vorgehen [DE]

Veröffentlicht 19. März 2008 - Aktualisiert 29. Januar 2010
Druckoptimierte VersionEinem Freund senden

Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, den Informationsaustausch zwischen den Mitgliedstaaten zu beschleunigen – als einen ersten Schritt, um gegen grenzüberschreitenden Mehrwertsteuerbetrug vorzugehen. Es wird geschätzt, dass die Staatskassen der EU-Regierungen durch letztere Milliarden von Euro verlieren.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen „sind ein erster Schritt hin zu einer wirksameren Bekämpfung des Mehrwertsteuerbetrugs“, sagte EU-Steuerkommissar László Kovács, der am Montag (17. März 2008) die Vorschläge vorstellte.

2010 sollen die neuen Maßnahmen eingeführt werden. Sie zielen darauf ab, die Aufdeckung von so genannten „Karussellbetrügen“ – der Kauf von Waren und Dienstleistungen in einem Land, ohne die Mehrwertsteuer zu zahlen – zu beschleunigen. Die Produkte werden dann in einem anderen EU-Mitgliedstaat weiterverkauft, wobei jedoch die Mehrwertsteuer erhoben wird – dies ermöglich den Steuerhinterziehern, die Differenz in die eigene Tasche zu stecken, und Regierungen werden jährlich um Milliarden von Euro beraubt.

Unter den Vorschlägen würde der Zeitraum für den Austausch von Informationen zwischen Mitgliedstaaten auf einen oder zwei Monaten verkürzt werden; derzeit dauert ein solcher Vorgang etwa drei bis sechs Monate. Anbieter, die Einkäufe im Wert von mehr als 200 000 Euro pro Jahr tätigen, müssten jeden Monat eine Mehrwertsteuererklärung abgeben.

Kovács sagte, der Vorteil der vorgeschlagenen Maßnahmen sei, „dass sie sehr schnell umgesetzt werden können und den Wirtschaftsbeteiligten keinen signifikanten Verwaltungsaufwand verursachen“.

Zudem sagte die Kommission, es seien „wichtige Fortschritte“ erzielt worden, im Hinblick auf eine Erleichterung des Zugriffs „der Steuerbehörden aller anderen Mitgliedstaaten auf nicht sensible Daten der Mehrwertsteuerpflichtigen eines Mitgliedstaates“ ebenso wie hinsichtlich der „Harmonisierung der Verfahren zur Eintragung und Streichung der Mehrwertsteuerpflichtigen in das und aus dem Mehrwertsteuerregister, um falsche Mehrwertsteuerpflichtige schnell ausfindig zu machen und zu löschen“.

Advertising