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Hedge-Fonds an SkyEurope Zusammenbruch schuld, sagt Gründer [DE]

Veröffentlicht 21. September 2009 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Christian Mandl, Mitbegründer von SkyEurope Airlines, beschuldigt den Hedge-Fonds, der die Kontrolle über die Airline übernahm nachdem er seinen Anteil im Jahr 2007 verkaufte, am Zusammenbruch der Airline.

In einem Interview mit EurActiv beschuldigt Mandl den Hedge-Fond für den Untergang der Airline und sagte, Venture-Kapitalisten, die eine Mehrheitsbeteiligung an expandierenden Unternehmen haben, bieten eine nachhaltigere Quelle der privaten Finanzierung.

Er sagte er sei traurig gewesen als Ende August SkyEurope Airlines den Konkurs anmelden musste und am 1. September seine Tätigkeiten nicht mehr fortsetzten konnte.

Mandl beschuldigte auch den Hedge-Fond, der die Kontrolle über die Fluggesellschaft eines "inkompetenten" Managements und die Umkehr seiner Expansionsstrategie.

"Sie haben beschlossen genau die gegenteilige Strategie zu verfolgen: sie boten die ungarischen und polnischen Märkte an unseren Mitbewerber Wizz Air, obwohl die Basis in Krakau unser bester Spieler war, und begannen eine deutliche Verkleinerung", sagte er.

Die neuen Eigentümer beschlossen, nicht mehr in die Zukunft des Unternehmens zu investieren und fingen damit an, wertvolle Elemente des Unternehmens abzubauen, vor dem endgültigen Zusammenbruch der Airline, da ein Preis mit konkurrierenden Firmen nicht verhandelt werden konnte, behauptet Mandl.

"Hedge-Fonds sind nicht immer die besten Partner. Einige Hedge-Fonds haben großen Erfolg bei der Bereitstellung von guten Renditen an ihre Investoren und gewinnen in der Regel kluge Menschen mit starkem Hintergrund. Die jungen Absolventen haben oft keine operative Erfahrung, können aber eine exzellente Arbeit machen", sagte er.

Mandl, der nun einen Venture Kapitalfonds einrichtet um erneuerbare Energieinitiativen und R&D in der Slowakei zu fördern, sagt Private-Euqity Investitionen verlassen sich besser auf Kapital von Hedge-Fonds, Investoren nehmen eine nachhaltigere Haltung ein.

"Es gibt einfach nur die Differenz zwischen dem finanziellen Kasino wieder, wo jeder Spieler glaubt, dass er intelligenter ist als sein Nachbar und die reale Wirtschaft in der die Erfahrung des Kunden konsistent sein muss, Angestellte müssen bezahlt werden, wichtige Entscheidungen können nicht verschoben werden", sagte er.

In einem umfassenden Interview über Unternehmen, zeigt sich Mandl auch kritisch gegenüber den Anstrengungen der EU Innovation zu stimulieren und Klein- und Mittelunternehmen zu unterstützen. Er sagte, die Bereitstellung von Krediten und Garantien durch Banken würde nicht immer funktionieren, und meint die Kultur der Mainstream Banken würde sie schlecht ausgerüstet erscheinen lassen um in innovative Start-ups zu investieren.

"Meiner Ansicht nach sind Investments in Risikokapital effektiver", sagt er.

Mandls Ansicht nach kann die öffentliche Hand Unternehmern unter die Arme greifen indem sie 'technische Hilfsfonds' zu Verfügung stellt, mithilfe deren die Mittel für Hilfsdienste und den Schutz intellektuellen Eigentums aufgebracht werden können.

Außerdem meint Mandl, dass Europäer risikofreudiger wären, wenn es ein stärkeres soziales Sicherheitsnetz gäbe, da dieses eine Wiedereinbindung in traditionelle Arbeitsplätze im falle des Versagens erleichtert. Eine Art 'Unternehmerischer Urlaub', ähnlich des Mutterschaftsurlaubs, könnte künftigen Unternehmern in der Aufbau-Phase ihrer Firmen entgegenkommen.

Christian Mandl sprach mit Gary Finnegan.

Um das gesamte Interview zu lesen klicken Sie hier.

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