In einer Kommunikation, die dazu bestimmt ist, die Gefahr der Massenarbeitslosigkeit einzugrenzen, stellt die EU-Kommission 19 Milliarden Euro bereit, um Menschen zu unterstützen die von der Wirtschaftskrise betroffen sind.
Der Plan wurde vorgestellt, während Millionen von Wählern sich darauf vorbereitet haben, ihre Stimme diese Woche bei den Europawahlen abzugeben. In Großbritannien und den Niederlanden wird bereits heute (4. Juni 2009) damit begonnen.
Unternehmen und Lobbyisten von NGOs wiesen die Pläne allerdings zurück und sagten, dass sie nicht visionär genug seien. BusinessEurope sagt, dass die Europäische Kommission nicht weit gehe regulative Ansätze durchzusetzen, wie Kurzzeitarbeit, während der europäische Gewerkschaftsbund (EGB) meinte, die Strategie sei nur ein Recycling existierender Programme.
Der Plan, der gestern am 3. Juni vorgestellt wurde, beinhaltet Kredite für jene die Schwierigkeiten haben genügend Finanzierung zu finden ein Unternehmen zu gründen. Eine Reihe von Trainingsmaßnahmen für kleine Unternehmen und Ausbildungsplätze sind ebenfalls vorgeschlagen sowie Programme, die die Vermittlung von offenen Stellen verbessern sollen.
Die Krise habe im Finanzsektor begonnen, werde aber nun von jedem gespürt, sagte Vladimír Špidla, der EU-Kommissar für Beschäftigung.
Man müsse sich darauf konzentrieren jungen Menschen Arbeit zu beschaffen, damit diese nicht ihren Einstieg in den Arbeitsmarkt verpassen, fügte er hinzu. Entscheidende Punkte des EU-Beschäftungsplanes:
• Umlenkung der 19 Milliarden Euro von geplanten Ausgaben durch den Europäischen Sozialfonds um Menschen zu helfen, durch die Verbesserung der Fähigkeiten, der Ermutigung von Unternehmertum und der Verbesserung der öffentlichen Dienstleistungen durch den Fonds in Beschäftigung zu bleiben.
• Die Neuverteilung von 100 Millionen Euro aus dem existierenden EU-Budget, welches mit Geldern aus internationalen Finanzinstitutionen, insbesondere der Europäischen Investitionsbank mehr als 500 Millionen für die Schaffung einer neuen EU-Mikrofinanzierungsagentur frei macht. Diese Mikrokredite werden dafür benutzt, denen zu helfen, die Gefahr laufen sonst keine Kredite zu bekommen, um ihr Unternehmen zu gründen, wie zum Beispiel kürzlich arbeitslos gewordene Menschen. Außerdem sollen die Gelder die Beschäftigungssituation bei Kleinstunternehmen verbessern die der Kreditklemme ausgesetzt sind.
• Eine Verpflichtung mindestens fünf Millionen Ausbildungsplätze in der EU für junge Menschen zu schaffen.
• Unterstützung von Maßnahmen um Beschäftigung zu erhalten, wie zum Beispiel durch Kurzarbeit und Weiterbildung.
• Sofortige Hilfen für Arbeitslose um die Risiken der Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern und damit den Verlust der relevanten Fähigkeiten, inklusive Vorschläge, dass eine frühe Möglichkeit zur Arbeit oder zu Trainingsmaßnahmen für jede arbeitslose Person zur Verfügung steht.
• Hilfe um die am meisten benachteiligten Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen, wie zum Beispiel durch niedrigere Arbeitskosten, Rekrutierungsinitiativen und die Förderung von niedrig qualifizierten Stellen.
• Einen neuen europaweiten Online-Suchdienst für Arbeitsplätze um offene Stellen in ganz Europa zu füllen.
• Eine Konzentration auf die Verbesserung von Fähigkeiten um offene Stellen besser mit den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes abzustimmen, wobei die Kommission eine branchenspezifische Analyse der Bedürfnisse des heutigen EU-Arbeitsmarktes durchführen wird, was auch ‚Grüne’ Fähigkeiten einschließt;
• Eine praktische Reihe von Werkzeugen, die Unternehmen, Arbeitern und ihren Vertretern helfen soll, ihre Unternehmen besser zu restrukturieren und;
• Eine Anleitung für Trainingsmaßnahmen in kleinen Betrieben, damit KMU ihre Fähigkeiten besser erlernen und behalten können.




