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Steigende Wirtschaftsaufträge als Zeichen der EU-Erholung

Veröffentlicht 25. August 2009 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Wirtschaftsaufträge in der neuen Eurozone haben sich im Juni mehr als erwartet gegenüber dem Vormonat erholt, was zu den Anzeichen wirtschaftlicher Erholung hinzukommt, da eine wieder erstarkenden Weltwirtschaft, die Nachfrage für Produkte aus der Eurozone geschaffen hat.

Aufträge stiegen um 3,1 Prozent Monat für Monat nach einem jährlichen Rückgange um 25,1 Prozent, laut dem Statistikamt der Europäischen Union, Eurostat.

Von Reuters befragte Wirtschaftswissenschaftler hatten einen monatlichen Anstieg um 1,5 Prozent und einen jährlichen Rückgang um 28,9 Prozent erwartet.

Neue Industrieaufträge weisen auf Trends in der wirtschaftlichen Aktivität hin, da sie sich in den kommenden Monaten in der Produktion niederschlagen werden.

“Eine Belebung in der Weltwirtschaft beginnt sich auf den Industriesektor der Eurozone niederzuschlagen und wir erwarten eine Rückkehr zum Wachstum im dritten Quartal für die Industrie und die gesamte Wirtschaft zu sehen“, sagte Nick Kounis, ein Ökonom bei der Fortis Bank.

Die Wirtschaft der 16 Länder umfassenden Eurozone begann Vierteljahr um Vierteljahr in der zweiten Jahreshälfte 2008 zu schrumpfen, die von einer weltweiten wirtschaftlichen Verlangsamung durch eine Kreditverknappung getroffen wurde.

Das zweite Quartal 2009 war das fünfte Quartal wirtschaftlicher Schrumpfung in Folge, das aber mit 0,1 Prozent geringer ausfiel als erwartet nach einem Rückgang um 2,5 Prozent im ersten Quartal.

Kounis sagte die Daten für Aufträge im Juni gaben keine neuen Aufschlüsse für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, weil der Abwärtstrend bereits in den Aufträgen vom Mai für Deutschland, Europas größter Volkswirtschaft, gesehen werden konnte.

Aber er sagte die Zahlen verstärkten eindeutig die Zeichen einer Erholung in der Eurozone. Der monatliche Aufschwung im Juni kommt nach zwei aufeinander folgenden Monaten des Auftragsrückgangs, für die Eurostat im Mai seine Daten auf einen monatlichen Rückgang von  0,5 Prozent von -0,2 Prozent und auf 30,3 Prozent jährlichen Rückgangs von -30,1 Prozent nach unten korrigiert hat.

Der Junianstieg wurde von einem Anstieg der Nachfrage nach Investititionsgütern um 5,6 Prozent und von kurzlebigen Verbrauchsgütern auf 3,1 Prozent in dem Monat angeführt. Die Nachfrage für Halbfertigwaren und  langlebige Konsumgüter blieb gedämpft um 0,9 und 3,5 Prozent entsprechend.

Abgesehen von den Aufträgen für Schiffe, Flugzeuge und Züge, die unbeständig sind, waren Aufträge in diesem Monat immer noch um 1,9 Prozent und um 26,7 Prozent im Vorjahresverlgeich niedriger, was damit ein weniger starker Rückgang als im Mai mit 30,3 Prozent oder im April mit 35 Prozent ist.

Samstag früh warnte der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, die Politiker die Lehren der verheerenden Finanzkrise nicht zu vergessen, nun da das Schlimmste überstanden sei.

EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny sagte am Samstag gegenüber Reuters, dass Europas Wirtschaft sich in der zweiten Hälfte des Jahres erholen wird, aber dass ein nachhaltiger Aufschwung nicht bis 2010 halten wird. "Was wir nun sehen, ist, dass dies noch immer größtenteils eine Erholung ist, die mit öffentlichen Mitteln gefördert wird", sagte er.

(EurActiv mit Reuters)

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