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Trotz wachsender Spannungen in der ehemaligen serbischen Provinz haben EU-Beamte der politischen Führungsspitze des Kosovo erneut versichert, dass die EU dem neuen Staat weiterhin verpflichtet bleibe. Der Abzug von EU-Personal solle nur zeitweilig erwogen werden.
Sowohl die von der Nato geführte Truppe (KFOR) als auch die Polizeimission der EU seien im Kosovo, um das gesamte Land und nicht nur die vornehmlich von Albanern besiedelten Regionen zu schützen, sagten Javier Solana, der Hohe Vertreter für die Außen- und Sicherheitspolitik der EU, und der Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer nach deren Treffen am 25. Februar 2008 in Brüssel.
Solana forderte alle Parteien auf, vernünftig zu handeln. Er betonte, dass gute und solide Beziehungen mit Belgrad für die EU wesentlich seien.
Zur gleichen Zeit griffen an der nördlichen Grenze des Kosovo etwa 150 Serben die kosovarische Polizei mit Flaschen und Steinen an. In der kosovarischen Stadt Mitrovica, die zwischen Serben und Albanern aufgeteilt ist, verbrannten 2000 serbische Demonstranten EU-Fahnen und zwangen das EU-Personal in der Region zum Rückzug. Sorgen kamen auf, dass das neue Land bereits in zwei Teile aufgeteilt werden könnte.
Der Hohe Repräsentant der Union für den Kosovo, Peter Feith, brachte jedoch seine Ablehnung einer Teilung des Kosovo zum Ausdruck. Es solle nicht in einer lockeren Teilung und der Schaffung einer Einheit enden, deren Verbindung zur Zentralregierung unterbrochen sei.
Eine Teilung „wäre eine Niederlage”, sagte der Chef der EU-Polizeimission Yves de Kermabon der AFP in Brüssel.
Der serbische Premierminister Vojslav Kostunica bekräftigte die serbische Position, dass der Kosovo nicht als Staat existiere. Er unterstrich seinen Widerspruch gegen eine Entscheidung der Mehrheit der EU-Staaten, die Unabhängigkeit des Kosovo anzuerkennen (EurActiv vom 19. Februar 2008).
Es werde keine Normalisierung in den Beziehungen mit den Ländern gegeben, die den Kosovo anerkannt hätten, bis sie ihre Entschiedungen annullierten, sagte Kostunica. Damit versetzte er den Hoffnungen der EU, dass Serbien in Kürze ein Heranführungsabkommen unterzeichnen könnte, einen Dämpfer (EurActiv vom 07. Februar 2008).
Kostunica wurde von Russland, dem traditionellen Verbündeten von Serbien, unterstützt. Der stellvertretende Premierninister und vermutlich nächste Präsident Dmitri Medwedew agte, dass Russland an seiner Unterstützung für Serbien festhalten und sich weiterhin gegen die Unabhängigkeit des Kosovo aussprechen werde. Er hielt seine Rede nach einem Treffen mit Kostunica und dem serbischen Präsidenten Boris Tadic in Belgrad.
Während des Besuchs wurde ein 6,7 Milliarden Euro umfassendes Abkommen zwischen dem russischen Gasriesen Gazprom und dem serbischen Staatsunternehmen Serbiagas abgeschlossen, das eine Pipeline von Russland durch die EU über serbisches Territorium betrifft. Es werde die Grundlage für die künftige Energiestabilität für das gesamte Europa darstellen, so Medwedew.
Das Abkommen könnte jedoch die EU-Staaten und die USA verärgern, die sich für den Bau einer konkurrierenden nördlichen Pipeline durch die Ukraine (EurActiv vom 30. Januar 2008) einsetzen. Das Abkommen könnte jedoch die EU-Staaten und die USA verärgern, die sich für den Bau einer konkurrierenden nördlichen Pipeline durch die Ukraine () einsetzen. Die Beziehungen zur Ukraine sind momentan besser als zu Serbien.