Die ungarische Regierung hat dem Parlament ihre Haushaltsvorschläge am 31. Oktober 2006 vorgelegt, das Ende des Monats darüber abstimmen wird. Das Ziel der Regierung ist es, den ungarischen Haushalt in Einklang mit den Anforderungen des Stabilitäts- und Wachstumspaktes zu bringen.
Die Kommission und der Rat haben dem ungarischen Eurokonvergenz-Programm bereits zugestimmt. Der IWF kritisiert in seiner aktuellen Studie, dass die Erwartung der Regierung, bis 2008 das Haushaltsdefizit unter 3,1% senken zu können, mehr als optimistisch ist. Die Studie veranschlagt, dass das Haushaltsdefizit eher bei 6,4% liegen wird, womit das Konvergenzziel des Stabilitäts- und Wachstumspakts von 3% unerreichbar wäre. Nach den Berechnungen der Studie wird die öffentliche Verschuldung im Jahr 2010 sogar bei 72,5% liegen, entgegen der im Wachstums- und Stabilitätspakt festgelegten Obergrenze von 60%.
Der Bericht fordert die ungarische Regierung dazu auf, die derzeitigen positiven Aussichten zu nutzen, um die Ausgaben radikal zu kürzen und Haushaltskontrollen durchzuführen.
Der IWF-Bericht ist ein Rückschlag für die Hoffnungen der ungarischen Regierung, die Eurokonvergenzkriterien bis 2011/2012 erfüllen zu können (siehe EurActiv, 23. August 2006).



