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Das Parlament hat die Kommission aufgefordert, die Folgen zu überprüfen, die eine Schließung oder grundlegende Umgestaltung der historischen polnischen Schiffswerft nach sich zöge, da damit gerechnet wird, dass dies tausenden Arbeitern den Arbeitsplatz kosten würde.
Die historische Schiffswerft von Danzig hatte die Bewegung der ersten freien Gewerkschaft – Solidarność – hervorgerufen, die zu einem friedlichen antikommunistischen Aufstand in Polen in den 1980er Jahren geführt hatte.
2005 eröffnete die Kommission eine Untersuchung über staatliche Beihilfen für die Danziger Werft in Höhe von mehr als 1,3 Milliarden Euro.
Am 31. August 2007 kam eine Gruppe polnischer Hafenarbeiter nach Brüssel, um gegen die Maßnahmen der Kommission zur Umgestaltung der Danziger Werft zu protestieren. Die Kommission hatte zuvor die Schließung von zwei der drei Hellingen gefordert.
In seiner Berichterstattung vor dem Parlament am 4. September 2007 teilte der Kommissar für den Binnenmarkt, Charlie McCreevy, dem Plenum mit, dass die Kommission die Danziger Werft, wo sich die historische Gewerkschaftsbewegung Solidarność gründete, nicht schließen wolle.
Die Danziger Werft verdiene eine funktionsfähige Zukunft, sagte McCreevy, der im Namen der Kommissarin für Wettbewerb Neelie Kroes sprach. Er stellte fest, dass eine realistische Umgestaltung notwendig sei, um die Wettbewerbsverzerrung durch staatliches Eingreifen zu begrenzen und eine Gleichbehandlung von Danzig mit anderen europäischen Werften sicherzustellen. McCreevy wies weiterhin darauf hin, dass eine angemessene Umgestaltung jahrelang verschoben worden, aber dass das Geld nicht zur Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze genutzt worden sei.
Europaabgeordnete aus dem gesamten politischen Spektrum nutzten den Anlass, um ihr Mitgefühl mit den Arbeitnehmern auszudrücken und betonten die historische Bedeutung von Danzig. Die meisten Europaabgeordneten forderten die Kommission auf, ihre Position zu überdenken und die beträchtliche Zahl der verlorenen Arbeitsplätze in Betracht zu ziehen, die aus einer Schließung oder Einschränkung der Produktion resultieren würde.
Der polnische Europaabgeordnete und Mitglied der stärksten Fraktion des Parlaments, der EVP-ED, Janusz Lewandowski, bedauerte die Tatsache, dass es zu viel Politik zur Danziger Werft gebe. Er sprach sich für eine Modernisierung der Stätte unter Einsatz moderner Technologien aus.
Der sozialdemokratische Europaabgeordnete Bogustaw Liberadzki sagte, dass es sich bei der Werft für Polen, aber auch für ganz Europa, um ein Symbol des historischen Transformationsprozesses handele. Er wies darauf hin, dass die Kommissionsentscheidung sich nicht nur auf das Thema des fairen Wettbewerbs konzentrieren solle, sondern auch einen globalen Ansatz angesichts des starken Wettbewerbs mit asiatischen Werften einbeziehen solle. Er forderte einen „realistischen“ Ansatz.
Der liberale Europaabgeordnete Bronistaw Geremek betonte besonders den Gemeinschaftsaspekt der EU. Er forderte die Kommission auf, die Schließung der Werft auf eine Helling zu begrenzen und der Werft mehr Zeit einzuräumen, damit sie ihre Führung modernisieren könne, um Gewinne zu erwirtschaften
Francis Wurtz von der Fraktion KVEL/NGL übte harte Kritik an der Kommission für deren Maßnahmen und fragte, ob die Kommission mit der Bedrohung der Existenz dieses symbolischen Ortes in Polen die politische Reichweite dieses Signals erfasse, das sie dem neuen Mitgliedsstaat nur drei Jahre nach dessen Beitritt vermittele.
Eine Entscheidung der Kommission über die Zukunft der Danziger Werft wird in den kommenden Wochen erwartet. Wenn Polen keine Einigung mit der Brüsseler Wettbewerbsbehörde findet, müsste die Werft möglicherweise die Millionen Euro, die sie an Subventionen erhalten hat, zurückzahlen.