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Kroatien steuert auf EU-Mitgliedschaft zu [DE]

Veröffentlicht 23. April 2008 - Aktualisiert 29. Januar 2010
Tags
Croatia
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Die Eröffnung zweier neuer Verhandlungskapitel bringt Kroatien seinem Ziel näher, bis 2011 die vollständige EU-Mitgliedschaft zu erlangen.

Im Anschluss an eine Beitrittskonferenz in Brüssel am 21. April 2008 kündigte die slowenische EU-Ratspräsidentschaft die Eröffnung von Gesprächen zwischen der EU und Kroatien in den Bereichen Energie und Verkehr an. Dies erhöht die Zahl der geöffneten Kapitel auf 18 von insgesamt 35, die abgeschlossen werden müssen, bevor das Land der EU beitreten kann.

Zwei Kapitel – Wissenschaft und Forschung sowie Bildung und Kultur – wurden bereits vorläufig geschlossen. Kommissionsvertreter sagten, sie seien zuversichtlich, dass vier weitere Kapitel (welche genau, ist bisher noch unklar) im Juni, sowie alle übrigen bis Ende des Jahres eröffnet werden könnten. 

Dies sei eine gute und starke Aussage, die Kroatien weiter ermutige und die als eine Art Grundlage des Optimismus für die kommenden Monate verstanden werden könne, sagte Kroatiens Chefunterhändler mit der EU Vladimir Drobnjak nach der Konferenz.

Die EU stellte eine Reihe von Themen heraus, die der Balkanstaat in den Bereichen Energie und Verkehr behandeln muss, bevor diese Kapitel erfolgreich geschlossen werden können.

Für Verkehr beinhaltet dies die Ratifizierung eines Übereinkommens über die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Luftverkehrsraums und die Schaffung eines kompetenten und effektiven Regulierungsorgans im Bahnwesen. Im Bereich Energie fordert die EU hauptsächlich den erhöhten Einsatz von erneuerbaren Energiequellen und dass Kroatien seine Regelungen für den Kohlebergbau mit den Normen der EU in Einklang bringen soll.

In einem Interview vom 21. April 2008 mit der deutschen Tageszeitung Die Welt wiederholte Erweiterungskommissar Olli Rehn das Ziel der EU, die Verhandlungen mit Kroatien bis Ende 2009 abzuschließen. Somit könnte das Land 2011 der Union beitreten.

Frankreich, das im Juli die Ratspräsidentschaft übernehmen wird, hat bereits erklärt, dass es versuchen werde, die Beitrittsgespräche weiter voranzutreiben.

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