While NATO leaders gathered at the summit in Bucharest on 2 April, invited Croatia and Albania to join the Alliance, Greece used its veto to block the bid of its neighbouring Macedonia, on the grounds of a longstanding "name" dispute between Athens and Skopje.
Während die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten auf dem Gipfel in Bukarest am 2. April 2008 Kroatien sowie Albanien dazu einluden, dem Bündnis beizutreten, machte Griechenland von seinem Vetorecht Gebrauch und blockierte aufgrund eines lange bestehenden Namensstreits zwischen Athen und Skopje das Gesuch seines Nachbarstaates Mazedonien.
Griechische Beamte behaupteten auch, dass Mazedonien die guten nachbarschaftlichen Beziehungen zu ihrem Land verletzt hätte und es daher noch nicht verdiene, ein Mitglied der Allianz zu werden.
Mazedoniens Verhandlungsführer im Namensstreit mit Griechenland, Nikola Dimitrov, bestritt diese Behauptungen. Das Land sei nicht aufgrund unerfüllter Nato-Richtlinien bestraft worden, sondern dafür, wer man sei. Man sei für die mazedonische Identität bestraft worden, sagte Dimitrov der Nachrichtenagentur Associated Press zum griechischen Veto.
Mazedonien reagierte mit Enttäuschung und Verurteilung und boykottierte die weiteren Sitzungen des Gipfels am 3. April. Die Sicherheitsmaßnahmen vor der griechischen Botschaft in Skopje wurden verstärkt, obwohl es keinen akuten Anlass gab, mit gewalttätigen Reaktionen gegen Griechenland zu rechnen.
Das kleine Land habe Griechenland und Bulgarien wiederholt beleidigt, indem es sich Teile der griechischen antiken Geschichte angeeignet habe: Die kürzliche Benennung des Flughafens von Skopje – „Alexander der Große“ – rief insbesondere bei den Einwohnern Athens Verärgerung hervor. Auch Bulgarien hatte reagiert, als bei zahlreichen Gelegenheiten große Teile der mittelalterlichen und neueren Geschichte des Landes in mazedonischen Lehrbüchern „umgearbeitet“ wurden.
Der Sprecher des bulgarischen Außenministeriums, Dimitar Tsanchev, erklärte am 2. April, dass Bulgarien darauf bestehe, dass historische, kulturelle und andere Tatsachen, die mit dem geografischen Gebiet Mazedoniens zu tun hätten, geachtet werden müssten. Heute befänden sich drei Staaten in diesem Gebiet, einschließlich Bulgarien.
Dennoch warnte Tsantchev auch, dass die Blockade von Mazedoniens Beitritt den Prozess der europäischen und euro-atlantischen Integration verzögern würde.
Diese Bedenken wurden auch von anderen europäischen Staats- und Regierungschefs geteilt. Im Vorfeld der Diskussion um die Nato-Erweiterung mahnte der slowenische Premierminister Janez Jansa, dessen Land gegenwärtig die rotierende EU-Ratspräsidentschaft innehat, dass es kein gutes Zeichen für die EU-Erweiterung wäre, wenn Mazedonien nicht eingeladen würde, dem Bündnis beizutreten.
Darüber hinaus könne ein Aufschub der Einladung Mazedoniens zum Beitritt Fundamentalisten ermutigen sowie Instabilitäten auf dem Balkan nähren. Dies sagte Albaniens Premierminister Sali Berisha der Nachrichtenagentur Reuters.
Es gebe hinsichtlich einer Mitgliedschaft zwar keine offizielle Verbindung zwischen der EU and der Nato, selbstverständlich würden sich allerdings die Kriterien einer Nato-Mitgliedschaft mit denen einer EU-Mitgliedschaft überschneiden. Dies sagte der Kommissar für Erweiterung, Olli Rehn, dem Ausschuss des Europäischen Parlaments für auswärtige Angelegenheiten am 2. April in Brüssel.
Mazedonien hofft, dass die offiziellen EU-Mitgliedschaftsgespräche in diesem Jahr eröffnet werden. Die neueste Bewertung des Fortschritts durch die Europäische Kommission gibt jedoch an, dass die häufigen Spannungen und Probleme bei der Errichtung eines konstruktiven Dialogs zwischen den großen politischen Akteuren das Arbeiten der politischen Institutionen untergrabe und zu einer Verzögerung der Reformen geführt habe.
Der Gipfel verwies auch den Hoffnungen der Ukraine und Georgiens auf einen Nato-Beitritt einen Schlag, da die Staats- und Regierungschefs sich weigerten, den Ländern den offiziellen Kandidatenstatus zu gewähren. Dennoch bestätigten sie, dass die beiden Länder eines Tages Nato-Mitglieder werden würden.



