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Nachdem die finnische Ratspräsidentschaft der Türkei bis Jahresende 2006 Zeit gegeben hat, Zypern anzuerkennen, werden die griechisch- und türkischstämmigen Zyprioten nun die Friedensverhandlungen wieder aufnehmen.
Die Anführer der griechischen und türkischen Volksgruppen der Insel einigten sich am 8. Juli 2006 darauf, eine „umfangreiche Einigung“ zur Lösung der Teilung Zyperns anzustreben. Die Verhandlungen hierüber, so beiden Seiten, dürften nicht weiter hinausgezögert werden. So sollen bereits Ende Juli 2006 vertrauensbildende Maßnahmen eingeleitet werden, die das täglich Leben auf der Insel erleichtern sollen. Außerdem soll endlich eine Lösung der politischen Fragen gefunden werden.
EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn begrüßte die Nachricht mit den Worten: „Die Tatsache, dass sich die Anführer der griechisch-zyprischen und türkisch-zyprischen Volksgruppen dreimal in einer Woche trafen, ist ein ermutigendes Signal. Die Kommission setzt sich weiter voll für eine baldigst mögliche Wiederaufnahme der Gespräche ein“.
Vor kurzem hatten Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der finnische Außenminister Erkki Tuomioja die Türkei gewarnt, dass sie mit einer Aussetzung der weiteren Beitrittsgespräche rechnen müsse, wenn sie nicht endlich ihren Verpflichtungen im Rahmen des Zollabkommens mit der EU gegenüber dem EU-Mitgliedstaat Zypern nachkomme und ihre Häfen und Flughäfen für zyprischen Verkehr öffne.