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Symbolischer Mauerabriss in Zypern – Schritt in Richtung Wiedervereinigung? [DE]

Veröffentlicht 09. März 2007 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Zwischen dem 8. und 9. März rissen Zyperngriechen die fünf Meter hohe Mauer ab, die Zyperns Hauptstadt Nikosia teilte.

Die Zypern-griechische Nationalgarde riss dieses Symbol der bereits drei jahrzehntelang andauernden Teilung zwischen dem international anerkannten zypern-griechischen Süden und dem türkisch-zyprischen Norden, der lediglich von der Türkei anerkannt wird, nieder. Daraufhin forderte Tassos Papadopoulos, zypern-griechischer Präsident, von der Türkei, ihre Truppen aus dem Norden abzuziehen.

Nach dem Abbau des Kontrollpunkts im Süden sei die Frage, ob die Türkei ihre Truppen aus dem Nordteil der Insel abziehen werde, um die besetzte Passage freizugeben, so Papadopoulos weiter.

Das Gebiet wird bis zum Zeitpunkt des Abzugs der türkischen Armee aus Sicherheitsgründen vorerst für die Zivilbevölkerung nicht zugänglich sein. Sollte dies geschehen, wird Europas letzte geteilte Hauptstadt nach dem Fall der Berliner Mauer der Wiedervereinigung einen Schritt näher sein. Die 180 km lange „grüne Linie“ wird jedoch weiterhin den Rest der Insel trennen.

Rasit Pertev, Berater des türkisch-zyprischen Führers Mehmet Ali Talat, bezeichnete das Ereignis als symbolisch und zeigte sich zuversichtlich, dass es letztlich zu einer Öffnung der Grenze führen könne.

Nicht zufällig geschah die Aktion zeitgleich mit dem EU-Frühjahrsgipfel in Brüssel, zu welchem die EU-Staats- und Regierungschefs zusammenkamen. Sie scheint Teil der Bemühungen zu sein, den Handel zwischen beiden Seiten zu öffnen und ein anhaltendes Friedensabkommen zu erzielen. Zyperngriechen stimmten kurz vor ihrem Eintritt in die EU gegen einen UN-Plan zur Wiedervereinigung.

Die momentane Situation bleibt weiterhin eines der Haupthindernisse der EU-Beitrittsbemühungen der Türkei.

EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn begrüßte diesen Schritt, und sagte, er fordere alle Parteien, die Bedenken hätten, auf, diese mutige Entscheidung zu würdigen. Sie stelle einen bedeutenden symbolischen Schritt in Richtung Wiedervereinigung der beiden Gemeinschaften dar. Es würde des Weiteren die notwendigen Bemühungen bestärken, welche auf die vollständige Lösung der Zypern-Frage unter Schutz der Vereinten Nationen abzielen.

Die Kommission kündigte an, dass sie mehr als 100 000 Euro zur Finanzierung der Stabilisierungsarbeiten am Grenzübergang bereitgestellt habe.

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