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Ungarn für Hilfe bei Deutscher Wiedervereinigung ausgezeichnet [DE][en][fr

Erschienen: Donnerstag 20. August 2009   

Angela Merkel, Deutschlands erste Kanzlerin aus dem ehemaligen Ostdeutschland, hat am 19. August Ungarn für die Organisation einer Veranstaltung ausgezeichnet, der vor 20 Jahren zum Fall der Berliner Mauer führte und zur Wiedervereinigung ihres Landes. 

Hintergrund:

Dem Fall der Berliner Mauer gingen weniger bekannte, aber ebenfalls dramatische Ereignisse an der Grenze zwischen Ungarn und Österreich voraus.

Anfang 1989 war das ungarische kommunistische Regime liberaler als andere Staaten des Sowietischen Blocks und Ungarn profitierte bereits von einer relativen Reisefreiheit nach Österreich.

Am 19. August 1989 organisierten ungarische Dissidenten und österreichische Intellektuelle ein gemeinsames “Paneuropäisches Picknick, für das die ungarischen Behörden es erlaubten, ein Grenztor für ganz kurze Zeit in der Nähe der Stadt Sopron zu öffnen.

Aber zu dieser Zeit waren tausende Ostdeutsche in Ungarn in der Hoffnung von dort eine Möglichkeit zu finden weiter in den Westen zu fliehen. Die Öffnung der Grenze für eine kurze Zeit ermöglichte es ungefähr 900 Ostdeutschen dem Land zu entkommen. Obwohl die ungarischen Grenzwachen überrascht wurden, artete die Situation nicht aus und es wurden keine Schüsse abgegeben.

Weniger als ein Monat später, am 11. September, öffnete Ungarn seine Grenze mit Österreich und Historiker schätzen, dass mehr als 60 000 Ostdeutsche über Ungarn bis Anfang November entkommen waren, als die Berliner Mauer niedergerissen wurde.

Die Öffnung der ungarischen Grenze verärgerte die Sowjetunion und erregte die Gemüter in Osteuropa, da dieser erste Bruch, den Traum die Grenzen des „Eisernen Vorhang“ zu teilen in mehr als realistische Hoffnungen verwandelte.

Sogar noch heute bleiben die Strategien der ungarischen Behörden unklar - Aber es ist weithin anerkannt, dass sie die geschichtlichen Ereignisse willentlich oder unwillentlich beschleunigt haben, was im Fall der Berliner Mauer seinen Höhepunkt fand.

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Angela Merkel, Deutschlands erste Kanzlerin aus dem ehemaligen Ostdeutschland, hat am 19. August Ungarn für die Organisation einer Veranstaltung ausgezeichnet, die vor 20 Jahren zum Fall der Berliner Mauer führte und zur Wiedervereinigung ihres Landes.

Merkel sagte Ungarns "paneuropäisches Picknick" 1989, eine Friedensdemonstration nahe der österreichischen Grenze, wurde von Hunderten Ostdeutschen genutzt um in den Westen zu fliehen, war riskant, aber mutig.

"Was die Ungarn taten war sehr mutig", sagte Merkel während einer Gedenkveranstaltung am Jahrestag des Ereignisses. "Zwei gefangene Nationen haben gemeinsam die Mauer der Versklavung gebrochen…. Ungarn hat sozusagen dem Freiheitswillen von Deutschen aus der ehemaligen DDR so etwas wie Flügel verliehen ".

"Die kurze Öffnung des Grenztores besiegelte im Grunde eine Unumkehrbarkeit. Es hat nur noch wenige Monate gedauert, bis die gesamte Mauer des Kalten Krieges in sich zusammenbrach ", fügte sie hinzu.

Ungarn plante symbolisch seine Grenze zu Österreich für drei Stunden zu öffnen, bei dem Picknick brachen jedoch Hunderte Ostdeutsche durch die Grenze, die sich bereits mit der Hoffnung zu fliehen zusammengefunden hatten.

Ungarische Grenzposten hatten den Befehl zu schießen, verweigerten jedoch den Befehl und ließen die Grenzen für einige Stunden offen, in einem Handeln, das nun weit verbreitet als Schlüsselpunkt der Ereignisse begriffen wird, die schließlich zum Fall der Berliner Mauer führten.

"Es (das Picknick) führte zu einer kurzen Öffnung des Eisernen Vorhangs und trug zu seinem schussendlichen Fall und der friedlichen Wiedervereinigung Deutschlands bei", sagte Jose Manuel Barroso in einer Erklärung am Mittwoch.

"Das Sopron-Picknick markiert also den Anfang vom Ende der Teilung Europas durch den Kalten Krieg."

Der ungarische Präsident Laszlo Solyom sagte das Picknick wäre ein Schritt vorwärts für alle des kommunistischen Osteuropas gewesen in ihren Anstrengungen hinter dem Eisernen Vorhang hervorzutreten. 

"Das paneuropäische Picknick, wie etwa die Öffnung der Grenze für die Ostdeutschen, um in den Westen zu gelangen, waren Teile der politischen Veränderungen, die sich durch den Sommer 1989 zogen, sagte Solyom während des Treffens. 

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