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Weltbank warnt osteuropäische Länder vor Alterungsproblem [DE]

Veröffentlicht 22. Juni 2007 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Da die Bevölkerungen zunehmend altern, werden Renten- und Gesundheitsreformen dringend benötigt, um die osteuropäischen Länder und die ehemaligen Sowjetstaaten vor langfristigen Finanzproblemen zu bewahren.

Laut einem Bericht, der am 20. Juni 2007 veröffentlicht wurde, werden viele dieser Staaten bis 2025 ‘eine der ältesten Bevölkerungen in der Welt’ haben. Die Weltbank hat die osteuropäischen und ehemaligen sowjetischen Staaten gewarnt, dass sie ‚ernsthafte wirtschaftliche Konsequenzen’ riskierten.

Eine weitreichendere institutionelle Entwicklung fehle in vielen Ländern noch immer, sogar in denjenigen, die der EU beigetreten seien. Die Wechselwirkungen zwischen diesen drei Veränderungen – Veränderungen demografischer, wirtschaftlicher und politischer Art – machten die Region und ihre Herausforderungen einzigartig, erklärte Arup Banerji, Zuständiger der Weltbank für die wirtschaftlichen Aspekte der menschlichen Entwicklung.

Der Bericht stellt fest, dass die Bevölkerung in der Region bis 2025 um fast 24 Millionen Menschen zurückgehen könne. Einer von fünf Bulgaren werde älter als 65 Jahre sein. Der durchschnittliche Slowene werde 47 Jahre alt sein – und zu den ältesten Menschen der Welt gehören, heißt es in der Studie.

Deshalb sollten diese Länder sich mit den Problemen auseinandersetzen, indem sie die Rentensysteme finanziell zukunftsfähig gestalten und initiierende Maßnahmen zur Finanzierung von Langzeitpflege unternehmen sollten, empfiehlt die Weltbank. Dies könne durch eine Anhebung des Rentenalters und Einsparungen bei der Berechnung der Sozialleistungen geschehen. Auch wenn der Reformbedarf in jedem Land anders ausfällt, rät die Weltbank zu einer Mischung beider Maßnahmen für Litauen und die Slowakei und für Albanien, Rumänien, Serbien und der Türkei, sich auf das Rentenalter zu konzentrieren.

Ein besonderer Grund zur Sorge sei der ‚Ausgabenschock für die Langzeitpflege’ für die wachsende Zahl alter Menschen. Der Schlüssel liege in der Konzipierung von Versorgungsmaßnahmen, die grundsätzlich weniger kostspielig als Krankenhausaufenthalte seien, stellt der Bericht fest und empfiehlt die verstärkte Unterstützung informeller Pflegekräfte.

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