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Ehemaliger Europaabgeordneter: Rechtsextremer Vormarsch wird nicht anhalten [DE]

Veröffentlicht 09. Juni 2009 - Aktualisiert 22. Dezember 2011
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Der Einmarsch der rechtsextremen British National Party (BNP) ins Europaparlament signalisiere keine bedeutende Rechtsbewegung der britischen Politik, so der ehemalige britische Labour EU-Abgeordnete Richard Corbett, der sein Amt in der EU-Wahl am letzten Wochenende an die Britischen Nationalisten verloren hatte.

Nachdem die Labour-Partei nur den dritten Platz hinter den Konservativen und der United Kingdom Independence Party (UKIP) in den Wahlen zum EU-Parlament erreichte hat die schwächliche Leistung der Partei, den Druck auf die Führung Gordon Brown stark erhöht.

Eine frappierende Erkenntnis der Wahlergebnisse war die starke Tendenz der britischen Bevölkerung rechtsextreme Parteien zu wählen.  In den Wahlkreisen Yorkshire und Humber wo Corbett sein Amt verlor, erreichte die rechtsradikale Britsh National Party (BNP) zum ersten Mal einen Platz im EU-Parlament.

Corbett merkte an, dass die BNP aufgrund der niedrigen Wahlbeteiligung ihre Stimmen in absoluten Zahlen nur um ein Prozent erhöht hätte. Dies habe den BNP-Stimmen eine höhere Gewichtung gegeben, dessen Anhänger eine besondere Hartnäckigkeit im Wählen aufwiesen. Daraus folgt, dass Vormarsch der BNP vor allem auf einen Rückgang der Unterstützung für die Labour Partei zurückzuführen ist, als auf einen echten Aufstieg der Rechtsradikalen.

Die Schlappe von Labour und der Durchmarsch kleinerer Parteien habe mehr mit dem aktuellen Spesenskandal in Westminster zu tun als mit europäischen Themen, argumentierte Corbett. Der ehemalige Europaabgeordnete berichtete, dass der Spesenskandal jenes gewesen sei was die Wähler dazu veranlasste direkt mit der Partei abrechnen zu wollen, da es breites Interesse an dem Skandal gegeben hatte. 

Er drückte sein bedauern darüber aus, dass diese Frage, die ein “völlig anderes Parlament“ anspricht, zur Zeit der Wahl die Aufmerksamkeit von europäischen Angelegenheiten weg bewegt habe. Es sei „tagein tagaus“ in den Nachrichten gewesen, fügte er hinzu und deutete an, dass wenn die Kampagne sich auf die europäischen statt auf die nationalen Themen konzentriert hätte, er „viel besser“ abgeschnitten hätte.   

Um das vollständige Interview zu lesen, klicken Sie bitte hier

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